Die aktuelle Version der Simulationssoftware Moldex 3D R12 bietet neben einer schnelleren Modellierung, dynamische Hilfsfunktionen zur Prozessanalyse auch verbesserte Analyse- und Optimierungsmöglichkeiten. Um Fehler oder Bauteilverzug zu vermeiden, können Anwender das Fließverhalten der Schmelze auf dem Weg in die Kavität visualisieren und potenzielle Fehlerquellen im Voraus identifizieren. Das Werkzeug unterstützt bei Designvalidierungen und der kosteneffizienten Gestaltung der Prozessbedingungen auf Basis einer umfangreichen Material- und Maschinendatenbank.

Verbesserte Performance

Das Programm rechnet nun weitere spezielle Anschnittvarianten und Kalt- oder Heißkanal-Ausführungen, wie beispielsweise Bananen- oder Tunnel-anschnitte. Das Verbessern der Netzqualität und -dichte ermöglicht es, realitätsgetreuere 3D-Netze zu erstellen. Bei Änderungen von Anschnitten oder Konstruktionselementen erleichtern leistungsfähige und automatische Wieder-Vernetzungsfunktionen den Arbeitsablauf des Konstrukteurs. In der aktuellen Version wurde außerdem die Berechnungsgeschwindigkeit einer Füll-Analyse bis zu 80 Prozent beschleunigt. Die Rechenzeit für ein Modell mit einer Million Elementen verkürzt sich damit um fast die Hälfte.

Tiefenanalytischer Blick

Neue Funktionen, wie beispielweise Visualisieren des Fließverhalten, Optimieren der Kühlung, Faserorientierung, Auswertung des Verzugsverhaltens, Spritzprägeverfahren, Umspritzen von Einlegeteilen, bilden den Prozess noch exakter ab. Ferner bietet die Software erweiterte Analysefunktionen hinsichtlich Entlüftung, Faserbruchvorhersagen oder auch Tempern. Die Entlüftungsanalyse liefert Aussagen zum Temperatur- und Druckverhalten bei Lufteinschlüssen und ermöglicht damit Rückschlüsse auf die mechanische Festigkeit sowie die Qualität der Bindenähte. Die Analyseergebnisse der Fasern verdeutlichen, ob Scherspannungen – in der Kavität oder am Anschnitt – Faserbrüche oder eine Beeinflussung der Festigkeit des Bauteils verursachen könnten. Zudem profitieren Konstrukteure von neuen Simulationslösungen für Herstellungsverfahren, wie Fließpressen, Pulverspritzguss und Bi-Injektionsverfahren. Das Modul steht für die Integration in die wichtigsten CAD-Softwarepakete, wie Creo, Solidworks, NX, Solid Edge, Cimatron und andere zur Verfügung.

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Über den Autor

Cristoph Hinse ist Geschäftsführer von Simpatec. c.hinse@simpatec.com