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Trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte die deutsche Bauindustrie ihre Position im internationalen Geschäft behaupten. Mit einer Bauleistung von rund 30 Mrd. Euro nimmt sie eine Spitzenstellung auf dem Weltbaumarkt ein. Auch, weil man den Schutz der Umwelt und einen schonenden Umgang mit Ressourcen als wichtige Aufgabe ansieht.

Das Haus, in dem wir wohnen, beeinflusst nicht nur unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, sondern vor allem auch das Gleichgewicht unserer Umwelt. In der Europäischen Gemeinschaft ist der Strom- und Heizenergie-Verbrauch in Gebäuden derzeit für 42 Prozent des Endenergie-Verbrauches und 35 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Vor diesem Hintergrund rücken der Energiebedarf und damit die Betriebskosten von Gebäuden verstärkt in den Fokus ökologischer, aber auch ökonomischer Überlegungen der Bauindustrie.

Stein auf Stein hieß es früher am Bau. Und so denken viele bei diesem Thema an Ziegel, Mörtel und Beton oder die Stahl- und Glaspaläste der modernen Metropolen. Die Assoziation mit Kunststoffen könnte sich aber in den kommenden Jahren mehr und mehr durchsetzen. Größtenteils unsichtbar, spielen sie in den Bauwerken der Zukunft eine tragende Rolle. Insbesondere beim Thema Energieeffizienz sind die polymeren Werkstoffe heute schon ganz vorn dabei und tragen als Wärme-Dämmstoffe dazu bei, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Denn ein nicht unbeträchtlicher Teil der Energie, die zum Heizen aufgewendet wird, verpufft bislang durch Fenster, Wände und Dächer.

Kunststoffe sind der Schlüssel dazu: Fußboden-Beschichtungen, Dichtungsmassen, Zusätze für Mörtel und Beton, Dichtungsbahnen, Fenster, Wärmedämmung und Schalldämmung, alles Innovationen der Kunststoffindustrie. Und wie zum Beispiel WPC auch noch nachhaltig angelegt. So ist es nicht verwunderlich, dass rund 20 Prozent aller Kunststoffe in Europa bereits im Baugewerbe eingesetzt werden und man damit dem Verpackungssektor Konkurrenz macht.

 

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Harald Wollstadt, Chefredakteur