Produktionseffizienz ist ein Thema, das allen auf den Nägeln brennt, denn im Grunde geht es um Kostensenkung, die im Wettbewerb – ob global oder lokal – immer eine gewichtige Rolle spielt.

Produktionseffizienz, so definieren es die Teilnehmer übereinstimmend, ist, alle Ressourcen im Auftragsablauf ideal auszunutzen. Oder auf Wirtschaftsdeutsch: Eine Produktion ist dann effizient, wenn es bei gegebener Ressourcenausstattung und Technologie nicht möglich ist, von mindestens einem Gut mehr und von allen anderen Gütern mindestens genauso viel herzustellen. Mikroökonomisch gesehen bedeutet dies, dass die Minimalkostenkombination erfüllt ist. Dabei spielen Qualität, Rohstoffe, Energie, Zeit – in Form von Zykluszeit, aber auch Rüstzeit oder Wartungszeiten – und auch die Kundenzufriedenheit ihre Rolle. Inwieweit die Produktionseffizienz bezogen auf diese Parameter beeinflussbar ist – und vor allem wer sie wirklich beeinflussen kann diskutierten die Anwesenden. In diesem zweiten Expertengespräch trafen sich die Werkzeug- und Formenbauer unterschiedlicher Couleur zum Meinungsaustausch. Dabei waren Hersteller großer Werkzeuge, Formenbauer, die die Medizintechnik beliefern, aber auch Zulieferer der Automobilindustrie sowie einen Vertreter des Fraunhofer Instituts IPT.

Die Dikussionsergebnisse werden wieder zusammengefasst und in den nächsten Ausgaben des Plastverarbeiter veröffentlicht.„Fakt ist, wer in frühen Phasen viel in Planung und Methodenauswahl steckt und den Werkzeugbauer früh mit einbindet, kann im späteren Produktionsprozess nur gewinnen.“„Fakt ist, wer in frühen Phasen viel in Planung und Methodenauswahl steckt und den Werkzeugbauer früh mit einbindet, kann im späteren Produktionsprozess nur gewinnen.“

 

„Technisch sind die Mitarbeiter in Deutschland häufig top ausgebildet, zukünftig werden aber organisatorische Themen immer wichtiger. Neben Hard Skills sind immer stärker auch Soft Skills notwendig, damit die Teams funktionieren, und das Ergebnis im Sinne des Kunden stimmig ist.“

Martin Bock ist Geschäftsfeldleiter
Werkzeugbau des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, Aachen.

 

„Das Werkzeug ist das Herz der Produktion und legt zum Beispiel Lebensdauer, Zykluszeit, Produktqualität, Maßhaltigkeit und Wartungszyklen fest.“

„Häufig werden Informationen erst nachgelagert kommuniziert oder der Artikel wird noch nach Auftragsstart verändert. Dies führt in der Folge zu Schwierigkeiten beim Einhalten des Zeitfensters.“

Thomas Adler ist Projektmanager/Projektsupport
unter anderem für technische Innovationen bei Braunform, Bahlingen.

 

„Der Werkzeug- und Formenbau spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Produktionseffizienz. Denn die Kostenrelevanz bezogen auf die Produktlebensdauer übersteigt wesentlich die Anschaffungskosten.“

„Kernthema bei der Gestaltung von mehr Produktionseffizienz sind die Aus- und Weiterbildung mit zunehmend prozessorientierten Ausbildungsinhalten sowie vermehrt auch die Soft Skills der Mitarbeiter.“

Christian Siebenwurst ist Geschäftsführer bei Christian Karl Siebenwurst, Dietfurt.

 

„Durch eine optimale Auslegung des Werkzeuges gibt man dem Spritzgießer die Möglichkeit, seinen Produktionszyklus bei gleichbleibender Produktqualität zu verkürzen.“

„Der Werkzeugbau steht vor einem Wandel: Weiterentwicklungen in der Software und der Einsatz neuer Maschinen und Werkzeuge erfordern eine Anpassung der technologischen und organisatorischen Abläufe.“

Günther Auer ist Sales Manager bei Haidlmair, Nussbach, Österreich.

 

 

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Christine Koblmiller ist Redakteurin des Plastverarbeiter. christine.koblmiller@huethig.de