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Kunststoffe im Fahrzeugbau Angesichts der zunehmenden Einsatzmöglichkeiten von Kunststoff in Automobilen haben wir gefragt, in welchem Bereich sich der Einsatz von Kunststoffen derzeit und in naher Zukunft wohl noch nicht empfiehlt. 17 Prozent der Teilnehmer waren der Meinung, wesentliche Teile beziehungsweise der komplette Motorblock gehörten dazu. Im Umkehrschluss können sich also 83 Prozent einen Motorblock aus Kunststoff(-teilen) vorstellen. Jeweils 33 Prozent gehen davon aus, dass sich Felgen und Brennkammer so schnell nicht aus Kunststoff fertigen lassen.

Nachdem das Allgemeine geklärt ist, geht es um die Details: Welche Voraussetzungen muss ein Bauteil aus Kunststoff erfüllen, um den metallenen Zwilling zu ersetzen? Diese Frage haben wir anhand einer Sortieraufgabe abgefragt. Die wichtigste zu erfüllende Voraussetzung bekam die meisten Punkte, die zweitwichtigste etwas weniger, und so weiter.

Betrachtet man zunächst, welche Merkmale die Teilnehmer als die wichtigsten deklariert haben, sticht die Stabilität heraus: Jeweils 21 Prozent finden die thermische beziehungsweise mechanische Stabilität hat Priorität vor allem anderem. Bei jeweils 14 Prozent der Befragten stehen Preis, Recyclingfähigkeit und Verfügbarkeit an erster Stelle. Das Gewicht befinden nur 7 Prozent als am wichtigsten.

Mit abhängig von der Platzierung vergebenen Punkten ergibt sich eine akkumulierte Rangfolge. Diese ist nicht allein abhängig von Erstplatzierungen, sondern bezieht auch nachrangige Nennungen mit ein. In der nach diesem Verfahren ermittelten Tabelle steht die mechanische Stabilität mit gut 14 Punkten knapp vor dem Preis (12 Punkte). Beruhigend für alle Autofahrer, dass den Teilnehmern offensichtlich die Bruchsicherheit wichtiger ist als der Preis. Die thermische Stabilität folgt mit 10 Punkten an dritter Stelle. Auf Platz 4 und 5 wählten die Teilnehmer eine hohe Verfügbarkeit (8 Punkte) und das Gewicht (7 Punkte). Weit abgeschlagen landete die Recyclingfähigkeit mit 4 Punkten auf Platz 6.

 

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