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Mit einem Spektakel eröffnete im letzten Jahr London die Olympischen Spiele. In 302 Wettbewerben in 26 Sportarten kämpften 11.040 Athleten um Medaillen. Und bei allen Sportarten war und ist Kunststoff im Spiel. Ob in Bällen, in den Matten oder Laufbahnen sowie den Hallenböden und Schuhen.

Kunststoff sorgt in Laufschuhen für die besondere Dämpfung und hilft darüber hinaus, dass so wenig wie möglich Bewegungsenergie verloren geht. Athleten die auf zwei, drei oder vier gummibereiften Rädern unterwegs sind, verlassen sich auf die Technologie aus dem Chemiebaukasten. Wer als Zuschauer im Stadion Platz nimmt, sitzt nicht selten auf Polyamidsitzen. Egal ob Tennis, Fußball oder Hockey – Kunstrasen aus Polypropylen machen den Untergrund weicher und verringern die Verletzungsgefahr. Fakt ist, Kunststoff sorgt dafür, dass die Athleten Spitzenleistungen erbringen können und so oft erst neue Rekorde möglich sind.

Doch das Besondere an diesen Spielen, war die Absicht der Organisatoren, die Anlagen nach den Spielen, wann immer möglich einer neuen Nutzung zuzuführen, um die Folgekosten gering zu halten. Bauteile, die nicht mehr verwendet werden, sollen dem Vinyloop-Prozess, ein Verfahren zur werkstofflichen Wiederverwertung von Polyvinylchlorid (PVC), zugeführt werden. Das durch den Vinyloop-Prozess recycelte PVC hat ökologische Vorteile und hat einen niedrigeren Primärenergiebedarf als konventionelles PVC. Das Verwenden des recycelten Materials sorgt damit für eine erheblich bessere Ökobilanz als die Verwendung von neu hergestelltem PVC. Die Spiele in London waren die ersten, deren Richtlinien das Recycling von PVC vorsahen.

Ein Ansatz, der vorbildlich ist. Auch Prof. Senner von der TU München, bestätigt im Interview zur Titelstory, dass das Thema Recycling und Nachhaltigkeit im Bereich der Sportartikel eine zunehmend größere Rolle spielen. So können zukünftig die Kunststoff-Spiele beginnen.

 

 

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