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Branchenevents Der Spritzgießmaschinen Hersteller Husky sagte seine Teilnahme an der K ab. Das Unternehmen veranstaltet lieber eigene Roadshows, um sich auf ausgewählte, regionale Kunden zu konzentrieren. Wir haben unsere Leser gefragt, was sie von diesem Schritt halten, welche Rolle für sie Messen im Allgemeinen und die K im Besonderen spielen. Was die letzten beiden Punkte angeht, waren sich die Teilnehmer einig: Mehr als vier Fünftel (83 Prozent) halten den Besuch von Messen für Ihren Beruf wichtig oder sehr wichtig.

Folgerichtig besuchen alle Teilnehmer regelmäßig Fachmessen. Allerdings sind sie Roadshows dennoch nicht abgeneigt. Vielmehr haben laut 50 Prozent der Teilnehmer, die Messen als Besucher kennen, beide Formen, Messen und Roadshows, ihre Daseinsberechtigung. Nur ein Viertel spricht sich gegen letztere aus. Das geht konform mit der Aussage der Befragten, die als Aussteller an Messen teilnehmen: Zwei Drittel (67 Prozent) halten Roadshows und Messen gleichermaßen für wichtig – je nach Fokus der Teilnehmer. Das restliche Drittel zieht Messen Roadshows allerdings klar vor. Im Umkehrschluss heißt das, kein Teilnehmer hat sich für den umgekehrten Fall entschieden.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite nutzen zwar 67 Prozent der Befragten, ob Aussteller oder Besucher, Messen zur Kontaktpflege. Aber nur 50 Prozent, um sich über Neuigkeiten zu informieren. Das heißt also, für Messeteilnehmer ist der persönliche Kontakt mit Kunden oder Geschäftspartnern tendenziell wichtiger als das Bestaunen beziehungsweise Präsentieren von Neuheiten. Von diesem Ergebnis ausgehend, ergibt es durchaus Sinn, Road­shows zu organisieren und seine Neuheiten bei Kunden vor Ort vorzustellen.

In diesem Sinne gehört Husky zur Avantgarde. Das passt auch zu der Einschätzung von 33 Prozent der Umfrageteilnehmer, die eine starke Tendenz vermuten, dass das Beispiel des kanadischen Spritzgießmaschinen-Herstellers Schule macht. Ebenso viele sind allerdings gegenteiliger Ansicht. Eindeutiger lässt sich das Stimmungsbild hinsichtlich der K-Absage des Unternehmens interpretieren: Mehr als 80 Prozent sehen keinen Einfluss auf die Messe an sich. Nur 17 Prozent halten die Absage für einen herben Verlust für die Veranstaltung.

 

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