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Auf der Messe werden insbesondere die Anwendungsfelder Automobilbau, Luft- & Raumfahrt, Konstruktion, Schifffahrt und Transport adressiert. Mit zahlreichen Konferenzen, technischen und wissenschaftlichen Foren und Seminaren informiert die Messe über alle relevanten Themen und Trends.

Jährlich wird dabei den aktuellsten Ergebnissen aus der Forschung und Entwicklung sowie neuesten Produktinnovationen ein Forum gegeben, unter anderem mit dem JEC-Innovation-Awards-Programm, bei dem die besten Verbundwerkstofflösungen in vielen Anwenderbranchen ausgezeichnet werden. Weitere Veranstaltungen während der Messe sind der Showcase der Innovation, bei dem Produktentwicklungen für Fachbesucher in Szene gesetzt werden, sowie Anwenderforen, in deren Verlauf branchenübergreifend hochwertige, technische Vorträge präsentiert werden. Zwölf Hauptthemen werden während der drei Messetage besonders im Fokus stehen: Design, zerstörungsfreie Werkstoffprüfungen, Robotertechnik, Luft- und Raumfahrt, Automobile, Elektroautos, Windenergie, kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe, Bioverbundwerkstoffe, thermoplastische Kunststoffe, multifunktionale Werkstoffe und die Umwelt.

Carbonfasern werden den Automobilbau verändern

Die CFK-Bauteilfertigung des BMW-Werks Landshut wurde noch vor der weltgrößten Fachmesse für Composites in Paris mit dem JEC Europe Innovation Award 2013 ausgezeichnet. Die europäische Auszeichnung prämiert technische Innovationen im Umfeld von Faserverbundstoffen, die über ein hohes Marktpotenzial verfügen. Vergeben wird der Award von der JEC Europe, einer internationalen Organisation, die den Einsatz und die Weiterentwicklung von Verbundstoffen in der Industrie fördert.
Als Kompetenzzentrum für Leichtbau und Elektromobilität der BMW Group ist das Werk Landshut von zentraler Bedeutung für die Fertigung von Komponenten aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK).

Johann Wolf, Leiter Produktion und Technologie CFK: „Wir sehen in Carbon einen bedeutenden High-Tech-Werkstoff der Zukunft. Carbonfasern werden die Art und Weise verändern, wie wir Autos entwickeln und bauen.“

Der Automobilbauer besitzt am Standort Landshut bereits seit mehr als zehn Jahren Verfahrens-Know-how und Werkstoffkompetenz für CFK. Seitdem kommt das Material bereits für Komponenten der BMW-M-Modelle zum Einsatz. Für die BMW-i-Modelle wird man überdies die komplette Fahrgastzelle aus CFK fertigen. Das Elektromodell BMW i3 kommt noch in diesem Jahr auf den Markt. Im Jahr 2014 folgt der BMW i8, ein Plug-In-Hybridsportwagen mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor.

Branche im Wachstum

„Der weltweite Verbundwerkstoffmarkt hat für das Jahr 2012 einen Wert von 81,6 Milliarden Euro erreicht und umfasst ein Volumen von 9,2 Millionen Tonnen. Unser Markt verzeichnet eine durchschnittliche Wachstumsrate von sechs Prozent pro Jahr“, sagt Frédérique Mutel, CEO der JEC-Gruppe. Neuentwicklungen finden in der Branche in allen Abschnitten der Wertschöpfungskette statt: Bei den Rohstoffherstellern, den Verarbeitern und den Anwendern. Erstere haben verstärkt in Forschung und Entwicklung neuer Werkstoffverbindungen investiert. Auch auf den nachgelagerten Ebenen, bei den Herstellern der Bauteile, ist diese Branche entwicklungsfreudig. „Die Branche hat speziell in Europa große Fortschritte beim Einsatz und der Weiterverarbeitung von Verbundwerkstoffen erzielt. Vor allem auf dem europäischen Markt sind die Schwerpunkte bei Forschung und Entwicklung auf die Herstellung und insbesondere auf die Serienherstellung ausgerichtet“, erläutert Mutel.

Ehrengastland Türkei

Die Türkei ist Ehrengastland. Als feste Größe auf dem Automobilmarkt und den Märkten für Röhren und Behälter umfasst die türkische Verbundwerkstoff-Industrie den Angaben nach einen Wert von einer Milliarde Euro.

 

Messe im Detail

Ort: Paris, Porte de Versailles
Termin: 12. bis 14. März 2013
Veranstalter: JEC, Paris
Eintrittspreise: 35 bis 55 EUR vor Ort, 20 bis 35 EUR bei Vorregistrierung.

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Über den Autor

Georg Sposny ist Redakteur Plastverarbeiter. georg.sposny@huethig.de