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Aufklärung gibt der Blick auf das Zusammenspiel beider Aspekte. So ist die Zufriedenheit zwar eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung für einen erfolgreich agierenden Mitarbeiter. Stellt man dieser jedoch noch den Aspekt der Motivation gegenüber, lässt sich eine Typologie von Mitarbeitern bilden. Hier zeigt sich: Erst eine hohe Ausprägung aus Beidem macht einen Mitarbeiter zum Erfolgsgaranten eines Unternehmens – er ist sehr zufrieden und hochmotiviert. Ein stattlicher Anteil der abhängig Beschäftigten in Deutschland gehört jedoch zu einer Gruppe, die hochzufrieden ist, jedoch unterdurchschnittlich motiviert.

Diese Gruppe der Unternehmensbewohner ist ihrem Arbeitgeber in der Kundenbeziehung wenig dienlich und belegt, dass die Mitarbeiterzufriedenheit allein nicht als Gradmesser für ein positives Verhalten funktioniert. Da in der Motivation insbesondere den direkten Vorgesetzten eine zentrale Bedeutung zukommt, tun Unternehmen gut daran, bei diesen hohes Commitment und Einbindung zu sichern – sie brauchen Erfolgsgaranten in ihren Führungsreihen. Dies ist aber häufig nicht der Fall, was erklärt, warum sich Teams gleicher Funktionalität in der Mitarbeitermotivation enorm unterscheiden können.

Vergleicht man den Anteil an Erfolgsgaranten und Unternehmensbewohnern bei Deutschlands Mitarbeiterchampions mit jenem bei durchschnittlichen deutschen Unternehmen, so zeigt sich ein deutlicher Vorsprung bei den Gewinnern des Arbeitgeberwettbewerbs. Sie weisen einen deutlich höheren Anteil an Erfolgsgaranten auf (54 versus 45 Prozent) und einen niedrigeren Anteil Unternehmensbewohner (24 versus 30 Prozent). Damit sind bei diesen Unternehmen auch die emotionale Kundenbindung und damit der Unternehmenserfolg größer.