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Die Fakuma hat ihre Tore geschlossen. Viele Eindrücke sind beim Rundgang durch die Hallen auf den Besucher eingestürmt, hängen geblieben ist aber sicherlich das Schlagwort Produktionseffizienz. Besonders stach es bei den großen Maschinen- und Anlagenhersteller hervor. Und die Traube von neugierigen Besuchern an diesen Ständen, ließ den Schluss zu, dass es das Hype-Thema schlecht hin ist.

Kurz und knapp, geht es beim Thema Produktionseffizienz darum, Ressourcen rationell einzusetzen und alle vorhandenen Potenziale voll auszuschöpfen. Oder wie eine Definition aus der Betriebswirtschaftslehre vorgibt: Produktionseffizienz liegt vor, wenn es – bei gegebener Ausstattung mit Produktionsfaktoren und gegebener Produktionstechnik – nicht möglich ist, die Produktionsmenge eines Gutes weiter zu erhöhen, ohne die Produktionsmenge zumindest eines anderen Gutes einzuschränken.

Es geht also um mehr als reine Verfahrens- und Maschinentechnik. Es geht um die gesamte Wertschöpfungskette, bei der alle Einflussfaktoren – vom Produktdesign über die Werkzeugtechnik bis zur Produktionsplanung – einbezogen werden müssen. Da muss es einem doch zu denken geben, wenn dieses Thema vorwiegend von den Maschinen- und Anlagenherstellern vorangetrieben wird.

Produktionseffizienz beginnt bereits in der Planungsphase eines neuen Produktes und nicht erst in dessen Fertigung! Klar muss die bestehende Produktion optimiert werden, allerdings idealerweise ohne zusätzliche Investitionen. Aber um effizient zu produzieren, benötige ich doch zuerst einmal effiziente Werkzeuge. Was nützt mir die beste Fertigungszelle, wenn zum Beispiel das Spritzgusswerkzeug nicht bis ins letzte Detail optimiert und ausgereizt ist? Oder wenn das zu verarbeitende Material nicht bestmöglich passt.

Wo sitzt denn nun die Kompetenz für die Produktionseffizienz, stellt sich mir die Frage, die ich gerne an Sie weitergeben möchte. Denn Sie stellen sich ja tagtäglich die Frage: Wie erreiche ich eine maximale Produktivität bei minimalen Betriebskosten.

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Harald Wollstadt