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Der bolivianische Kunststoffspezialist Matriplast in Bolivien stellt Verschlüsse für Infusionsbeutel aus den Medizinal-TPE der Thermolast M Reihe her. Die Compounds besitzen Zertifikate aller gängigen Medizintechnik-Zulassungen (USP Class VI, USP 661, ISO 10993-5, -10 und -11, sowie ein Drug Master File) und sind auch in der Verarbeitung besonders effizient und hygienisch.

Das Material lässt sich mit Heißdampf bis 135°C sterilisieren, ist in Härtevarianten von 35-45 Shore A erhältlich und vor allem aufgrund ihres sogenannten Reseal-Effekts geeigent für den Einsatz bei Infusionsbeuteln: Durch die hohe Elastizität ihrer Membran aus TPE dichtet das so genannte Septum auch beim Entfernen des Infusionsschlauches den Infusionsbeutel zuverlässig wieder ab.

„Es war mir wichtig, bei diesem sensiblen medizinischen Produkt Compounds von Kraiburg TPE zu beziehen. Hier kann ich mich auf umfangreiche Sicherheits- und Qualitätsstandards verlassen“, sagt Javier Alcoreza, Geschäftsführer von Matriplast. Manfred Lautenbacher, der Matriplast bei Kraiburg TPE vom bayerischen Waldkraiburg aus betreut, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit Bolivien ist ein schönes Beispiel, wie unser internationales Vertriebsnetzwerk funktioniert. Die Kunden legen oft Wert auf Made in Germany und genau das können wir ihnen trotz der großen Distanzen bieten.“

Wenn es drauf ankommt

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Septum aus Gummi bietet TPE den Vorteil der Verarbeitung im 2-Komponenten-Spritzguss-Verfahren im Haftverbund mit PE und PP. Die manuelle Montage der Gummi-Verschlüsse im Infusionsbeutel entfällt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch das Fehlerrisiko reduziert. Zudem entstehen keine Kosten für die Lagerung der Komponenten und es wird ausgeschlossen, dass Verunreinigungen in das Septum gelangen können. Auch die Risiken von Reaktionsresten durch bedenkliche Chemikalien im Gummi werden durch den Einsatz von Thermoplastischen Elastomeren ausgeschlossen, denn diese sind vernetzungsfrei. Alle diese Faktoren tragen zu einer größtmöglichen Hygiene in diesem empfindlichen medizinischen Bereich bei.

Verlässlich auf Dauer

Überzeugt hat den Verarbeiter Matriplast auch die Serviceleistung des Compound-Lieferanten: Die TPE der Reihe Thermolast M werden an einer separaten Produktionsanlage hergestellt. Dort kommen nur Rohstoffe zum Einsatz, die den Anforderungen des Medizinmarktes entsprechen, um Kontaminationen mit anderen Produkten oder Bestandteilen wie zum Beispiel Rohstoffe tierischen Ursprungs von vornherein auszuschließen. Zu dieser Qualitätssicherheit garantiert der Hersteller für den Bereich Medical eine Rezepturkonstanz von zwei Jahren. Darüber hinaus sorgen interne Richtlinien und Schulungen des eigenen Vertriebs- und Entwicklungsteams für einen Know-how-Transfer und einheitliche Standards.

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Lars Goldmann