Im Vorfeld des Relaunch für den PLASTVERARBEITER haben wir Informationen zum Leseverhalten und den Lesegewohnheiten gesammelt, bewertet, selektiert und aufbereitet. Das ist das A und O, denn jede Veränderung beginnt mit Fragen: Was wollen unsere Leser? Was können wir ihnen bieten? Was können wir anbieten, das unser Angebot einzigartig, wertvoll, nützlich und begehrlich macht?

Der PLASTVERARBEITER erreicht mit seinen praxis- und applikationsorientierten Beiträgen und technologischen Trends Kunststoffverarbeiter, die für nahezu alle relevanten Branchen Kunststoffteile produzieren. Deshalb stehen der praktische Nutzen und die Umsetzbarkeit für den Leser im Mittelpunkt der redaktionellen Gestaltung und Themenauswahl. Durch Trend-Berichte und Vorort-Reportagen (Applikations- und Anwenderberichte) mit technischem Tiefgang, die streng auf die Belange der Zielgruppe zugeschnitten sind, wird dies erreicht.

Das umfangreiche Branchenwissen der Redaktion hilft dabei ebenso, einen zugeschnittenen Überblick über die neuesten Produkte und Trends zu geben, wie Inhalte heraus zu suchen die für den Leser einen hohen Nutzwert haben. Die Nähe zu unseren Lesern bei Anwenderreportagen oder Konferenzen und Symposien unterstützt dies natürlich auch.

Lesefreundliches und übersichtliches Layout

Wer ältere Zeitschriften durchblättert, wird sich gelegentlich wundern: So sah das damals aus? Kommt mir irgendwie veraltet vor. In der Tat haben viele Leser sehr schnell ein Gefühl, wenn ein Medium nicht mehr zeitgemäß wirkt. Die Lesegewohnheiten ändern sich mit der Zeit und da die meisten Menschen mehr als eine Zeitschrift vor Augen haben, entwickeln sie unbewusst ein Gefühl für Trends. In Zeiten des Internets wird es für Print-Objekte zudem schwieriger, wenn die Inhalte nicht mehr den Bedürfnissen des Lesers und seinem Informationsverhalten entspricht.

Um den Relaunch zu unterstreichen, haben wir auch das Heftcover des PLASTVERARBEITER neugestaltet sowie mit einem frischen Logo der neuen Ära Rechnung getragen. Dieses Markenzeichen des PLASTVERARBEITER soll zudem eine neue Heftphilosophie signalisieren: Fachformationen mit Mehrwert auf den Punkt gebracht. Da die Lesedauer einer Fachzeitschrift heute durchschnittlich nur cirka 25 Minuten beträgt, haben wir auch die redaktionelle Aufbereitung auf eine schnelle Informationsaufnahme ausgerichtet. Der sogenannte Küchenzuruf, ein journalistische Bezeichnung für die zentrale Botschaft eines Beitrags, leitet immer unsere Beiträge ein. Das Layout ist nun frischer und offener strukturiert, hat aber immer noch eine emotionale/detaillierende Komponente. Aber auch bei der Bildsprache stehen der Informationsgehalt und die leserseitigen Nutzwerte im Vordergrund.

Über InfoDirct erhält der Leser sinnvolle und hilfreiche Verlinkungen zu weiterführenden Informationen auf dem Fachportal Plastverarbeiter.de. So verbindet der Relaunch des PLASTVERARBEITER die grafische Neugestaltung mit einer inhaltlichen Überarbeitung. Eine Leitsymbolik führt klar sichtbar und auf den ersten Blick erkennbar durch die Heftinhalte. Das Piktogramm „PV vor Ort“ kennzeichnet die Beiträge von der Redaktion.

Die fachliche und journalistische Kompetenz der Redakteure Dr. Etwina Gandert, Christine Koblmiller, Georg Sposny sowie dem neuen Chefredakteur Harald Wollstadt spiegelt sich im Relaunch genauso wie in der Berichterstattung wider. Denn wer etwas Wertvolles und Nützliches zu bieten hat, ist auch für die Zukunft gerüstet.

 

Experten-Tipp

Wieviel Veränderung kann man den Lesern zumuten?

Die Frage muss eher lauten, wie vieVeränderung braucht man, um seine Leser bei der Stange zu halten. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, die mutigen Relaunchs, bei denen auch viel verbessert wurde, waren immer die erfolgreicheren.

Was sind die gefährlichsten Fallstricke bei einem Relaunch?

Dass es gar kein Relaunch wird, sondern nur ein Redesign. Eine Studie hat gezeigt, dass ein wirklich erfolgreicher Relaunch nur zu erwarten ist, wenn alles, wirklich alles auf  den Prüfstand kommt: also das redaktionelle Konzept, der Vertrieb, das Marketing, die Online-Strategie und so weiter. Schwache Relaunchs konzentrieren sich ausschließlich auf die Gestaltung – sie putzen das Heft ein wenig heraus, während die Redaktion weiterwurstelt wie bisher.

 

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Redaktion PV