Bild

Doch das Schwerpunktthema dieser Ausgabe Bionik meint noch mehr: Es bedeutet „Die Natur kopieren und weiterdenken“ (siehe S. 16), die natürlichen Prinzipien genau analysieren und sie als Basis für technische Entwicklungen nutzen. In dieser Ausgabe finden sich zahlreiche Beispiele dafür. Darunter ein bionischer Greifer, der durch Laser-Sintern aus Kunststoff hergestellt wird (S. 20), der Klettverschluss und seine Weiter-entwicklung in Anlehnung an Pilzköpfchen (S. 42 und 80) sowie eine dem Mottenauge nachempfundene Oberfläche zum Entspiegeln von Kunststoffteilen (S. 46). Gerade für die Megatrends Mobilität, Gesundheit und Individualität lassen sich aus der Synergie von Biologie und Technik
Werkstoffe und Konstruktionsprinzipien ableiten. Ob Leichtbauwerkstoffe für mehr Reichweite von konventionellen Motoren und Elektromobilen oder immunverträgliche wie stabile Kunststoffe für medizintechnische Produkte.

„Die Pflanzen- und Tierwelt funktioniert unter den gleichen physikalischen Bedingungen wie unsere Technik“, sagt Thomas Speck, Direktor des Botanischen Gartens der Universität Freiburg. „Deswegen kann man sich da eine Menge abschauen.“ Und lächelnd fügt er hinzu: „Das ist Inspiration pur.“* Die Natur ist ein in sich perfekt abgestimmtes System, von dem sich sehr viel lernen lässt, viel mehr als bislang umgesetzt. Und gerade im Umgang mit Rohstoffen und Energie könnten bionische Prinzipien zu einer nachhaltigen Entwicklung der Menschen in ihrer Umwelt beitragen. Perfekt werden die technischen Systeme zwar nicht werden, dafür fehlt den Menschen der Weit- und Überblick. Doch den Kern haben die meisten Entwickler und Unternehmen erkannt: Ressourcen zu schonen lohnt sich und schafft gute Bilanzen, ob in CO2-Emmission-Anteilen oder in Eurocent gerechnet.

Lassen Sie sich inspirieren beim nächsten Ausflug ins Grüne und nehmen Sie die Ansatzpunkte aus dieser Ausgabe mit, um Ihre Produkte und Verfahren zu optimieren.

(*Quelle: Südkurier)

 

Ihre Meinung bitte an:

etwina.gandert@huethig.de

Redakteurin

Autor

Über den Autor

Etwina Gandert