Sie können mit wenigen Handgriffen an einem Stativ befestigt oder aufgehängt werden – und leuchten jede Szenerie wie ein künstlicher Vollmond stimmungsvoll aus. Damit sind die leichtgewichtigen Ballons auch ein Blickfänger, zumal sie auch in vielen Farben nahezu blendfrei strahlen können. Für die größeren Ausführungen dieser leuchtenden Ballons setzt der Hersteller, die Firma Powermoon aus Rheinberg, auf leichte, transluzente Elastomer-Membranen aus einem Hochleistungs-Synthesekautschuk: Levapren von Lanxess. Der elastische Werkstoff ist witterungs- und UV-beständig, lässt Licht aus dem Innern des Ballons ohne Farbstich passieren und bringt zugleich die nötige Stabilität mit für gröpere Leuchtballons mit 3,0 bis5,5 Metern Durchmesser, die beispielsweise zur Ausleuchtung von Sportveranstaltungen verwendet werden. Weil den Hersteller jedoch immer wieder Anfragen nach kleineren Ballons für Feiern oder Events erreichten, habe man sich entschlossen, auch eine kleinere Variante namens Partymoon zu entwickeln, „die sich auch von Laien leicht handhaben und sogar in Innenräumen verwenden lässt“, so Jürgen Nölle, Geschäftsführer von Powermoon und Entwickler dieser ungewöhnlichen Lichtquellen.

Genau wie ihre großen Brüder tauchen diese Party-Trabanten die umgebende Szenerie in ein angenehmes, tageslichtähnliches und praktisch blendfreies Licht nahezu ohne Schlagschatten. Gleichwohl gibt es Unterschiede zwischen den Großballons und der Party-Variante. Während die großen Ballons mit Helium gefüllt sind und an einer Leine etliche Meter empor gelassen werden können, wird der Partymoonüber einen integrierten Lüfter leise aufgeblasen und auf ein Stativ montiert. Durch sorgfältig ausgewählte Werkstoffe wie etwa Fiberglas haben die Lichtquellen zudem ein sehr geringes Gewicht und sind einfach zu transportieren. Neben Quecksilber- und Metalldampflampen können auch Energiespar-Leuchtmittel eingesetzt werden, mit denen sich über einfach zu montierende Filter farbliche Akzente in mehrs als 1.000 Farbtönen setzen lassen.
Eine interessante Gemeinsamkeit liegt, zumindest bei den größeren Partymoon-Varianten, in der Verwendung von Membranen aus Levapren, die der Lampenhersteller bei einem großen deutschen Anbieter technischer Gummiartikel bezieht. Levapren bietet bereits mit geringen Mengen des Verstärkerfüllstoffs Kieselsäure (Silica) hohe Festigkeiten. Dadurch zeichnen sich die Polyamid-verstärkten Membranen durch eine hohe Robustheit und Abriebbeständigkeit aus. So können die Ballonhüllen der großen „Partymonde“ trotz ihres erheblichen Umfangs besonders dünn und damit leicht gehalten werden. Darüber hinaus absorbiert Levapren wie Kieselsäure kein sichtbares Licht, so dass die Farbe des Leuchtmittels nicht verfälscht wird. Die Opazität des Materials ist – zusammen mit der Streuwirkung des Füllstoffs – dafür verantwortlich, dass die Lichtquellen im Innern des Ballons nicht blenden, sondern die Umgebung angenehm diffus und fast tageslichtähnlich ausleuchten.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Levapren als ungesättigtes Elastomer UV-beständig ist, also weder im Tageslicht noch durch den Einsatz von Metalldampflampen mit einem hohen UV-Anteil im Lichtspektrum vergilbt. Bei Membranen aus anderen, nicht UV-stabilen Kautschuken können bereits wenige Einsatzstunden reichen, um das Produkt dunkel zu färben und damit unbrauchbar zu machen.

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Dieter Wirth