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Die Unternehmen berichteten von überragend vielen Kontakten und einer deutlichen Investitionsbereitschaft der Fachbesucher, dem Aufbau vielversprechender neuer Kundenbeziehungen und zahlreichen, teils spontanen Geschäftabschlüssen.

Entsprechend positiv fällt die Bilanz von Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der K 2010, aus: „Die K 2010 fand genau zum richtigen Zeitpunkt statt und hat in allen Bereichen unserer Industrie für neue Impulse gesorgt. Die vielen, zum Teil unerwarteten konkreten Vertragsverhandlungen, die auf der Messe geführt wurden, sprechen für sich!“
Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, freute sich über das gute Ergebnis: „Mit mehr als 222000 Fachbesuchern liegt die K 2010 deutlich über den Erwartungen, die wir angesichts der gerade erst zu Ende gehenden Krise in der Branche hegen durften! Wir sind sehr zufrieden, dass die Messe starke Impulse für ein weiteres Wachstum setzen konnte und unsere Aussteller mit zahlreichen internationalen Kunden von hoher Entscheidungskompetenz ins Geschäft gekommen sind.“

Kräftiger Schub im Auftragseingang

Verglichen mit der Vorveranstaltung im Jahr 2007 ist die Zahl der Besucher um etwa 9 % zurückgegangen. Doch damals befand sich die Branche in einer Höchstphase, die als Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise kurz danach ein jähes Ende fand.

Vor allem die Fülle technologischer Neuentwicklungen, die Rohstofferzeuger, Maschinenbauer und Hersteller von technischen Teilen präsentierten, begeisterte die Fachbesucher, die aus weit mehr als 100 Ländern nach Düsseldorf gekommen waren. Reifenhäuser dazu: „Es ist deutlich zu spüren, dass sich während der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ein Investitionsstau aufgebaut hatte. Nun steigt weltweit die Nachfrage, und wir registrieren ein überwältigendes Kundeninteresse aus unseren Abnehmerbranchen. Die Innovationen, die auf der K 2010 Premiere haben, sorgen für einen kräftigen Schub im Auftragseingang. Jetzt kommt den Unternehmen zugute, dass sie auch in den schlechten Zeiten ihre Stärken ausgebaut, Neuheiten entwickelt und ihre Wettbewerbsfähigkeit entschieden gestärkt haben!“
Annähernd 60 % der K-Besucher kamen aus dem Ausland. Die Fachleute stammten aus weit mehr als 100 Nationen aller Kontinente – selbst aus Äthiopien, Costa Rica, der Elfenbeinküste, den Falklandinseln, Mauritius, Neu-Kaledonien und Turkmenistan kamen sie an den Rhein. Dabei fand in der Gruppe der internationalen Fachleute eine weitere Verschiebung zugunsten der Besucher aus Übersee statt. Zur K 2007 stammten noch 57 % aller ausländischen Gäste aus Europa, in diesem Jahr waren es 55 %. Die größte Gruppe kam mit etwa 30000 Fachleuten aus Asien. Mit 10500 Gästen aus Indien stellte der Subkontinent erneut den größten Anteil unter den asiatischen Besuchern. Er-heblich angestiegen ist auch die Zahl der Fachbesucher aus der Türkei und ausIsrael mit 4100 bzw. 3700 Geschäftsleuten. Vor drei Jahren waren es 2900 bzw. 2300 gewesen. Im Vergleich zur K 2007 kamen auch mehr Besucher aus Ägypten, Argentinien, Brasilien, Pakistan, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Vom gesamten lateinamerikanischen Kontinent kamen rund 10.000 Geschäftsleute zur K 2010, aus den USA und Kanada waren es 7600 Fachbesucher. Mit ebenfalls rund 7600 Gästen hat die Zahl der Besucher vom afrikanischen Kontinent leicht zugenommen.

Zukunftsmarkt Energieeffizienz und Ressourcenschonung

An erster Stelle des Angebotsinteresses stand bei rund zwei Dritteln aller befragten Besucher der Maschinen- und Anlagenbau. 48 % und damit 7 % mehr als zur K 2007 erklärten, an Roh- und Hilfsstoffen interessiert zu sein, für 26 % waren Halbzeuge und technische Teile aus Kunststoff und Gummi der Hauptgrund ihres Kommens (Mehrfachnennungen möglich). 62% aller Besucher gehören dem Top- und Mittelmanagement an.

Bestnoten erteilten die Besucher dem Angebot in den 19 Messehallen. 97 % aller Fachleute gaben an, die mit ihrem Besuch verbundenen Ziele voll erreicht zu haben.
Eine große Zukunft wird dem Kunststoff als Werkstoff für kreative Ideen in den Bereichen Energieeffizienz und Ressourcenschonung vorhergesagt. Diese Erkenntnis spiegelte sich nicht nur in zahlreichen Beispielen an den Ständen der Aussteller aus 56 Nationen wider, auch die Sonderschau „Visions in Polymers“ griff diese The-matik auf und stieß damit auf großes Interesse. In Film-sequenzen, mit ausgewählten Exponaten und in Diskussionen mit Fachleuten aus In-dustrie und Wissenschaft wurde deutlich, welche Entwicklungstrends auszumachen sind und welche neuartigen Anwendungen die Zukunft bringen kann. Verantwortlich für die Organisation von„Visions in Polymers“ zeichneten die deutsche Kunststoffin-dustrie unter Federführung von Plastics-Europe Deutschland und die Messe Düsseldorf.Be

Bilder: Messe Düsseldorf

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Martina Bechstedt