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Halle 1

PSG Plastic Service, Stand C07

PSG präsentiert auf seinem Stand die Profi-Temp-Regelschrankbaureihe. Mit exakten Temperaturführungen und zusätzlichen Optionen zur optimalen Prozesskontrolle sorgt die neue Regelschrankgeneration für hohe Produktionssicherheit, speziell bei der Verarbeitung von biologisch abbaubaren Kunststoffen. Die Allround- und Allround-Shot-Heißkanaldüsen-Baureihe ist bedingt durch die präzise Temperaturführung und der rheologische ausgeglichenen Schmelzekanalführung prädestiniert für das Verarbeiten von thermisch kritischen Kunststoffen wie naturfaserverstärkten Materialien.

 

Halle 3

Rolf Schlicht, Stand A35

Auf dem Stand von Rolf Schlicht wird unter anderem eine neue Technik von der Firma Friul Filiere aus Italien präsentiert, die Rolf Schlicht in Deutschland vertritt. Sie haben eine Technologie zur Extrusion von Profilen aller Art wie Fensterrahmenprofilen, Fußleisten, Bilderrahmenprofilen und andere Produkten aus dem ultraleichten Verbundmaterial FFC entwickelt. FFC ist ein mit Naturfasern gefülltes PVC, dessen spezifisches Gewicht bei 0,6 bis 0,7 g/cm³ liegt. Es besteht aus 50 bis 70 % PVC, 50 bis 30 % Holzmehl (Fasergröße 150 µm) sowie Stabilisatoren, Schmiermitteln und Schaumbildnern. Statt PVC lassen sich auch andere Thermoplaste verwenden. Es ist einfach zu verarbeiten, wie Holz bearbeitbar, sehr leicht, elastisch, dimensional stabil, feuchtigkeitsbeständig, selbstverlöschend und recyclebar. Friul Filiere liefert nicht nur das Material, sondern fertigt auch auf FFC abgestimmte Extrusionswerkzeuge. Rezepturen und Werkzeuge werden je nach Produkt kundenspezifisch entwickelt und so lange im Werk getestet und eingefahren, bis das Ergebnis den Vorstellungen entspricht.

Illig Maschinenbau, Stand A52

Unter Produktionsbedingungen führt Illig zwei von der Folienrolle arbeitende Thermoformlinien mit Maschinen und Werkzeugen der Baureihen RDK und RDM-K in der aktuellen dritten Generation auf seinem Messestand vor. Die Verarbeitung von Biokunststoffen kann auf diesen Anlagen stattfinden. Das Einsatzgebiet der RDK-Druckluftformautomaten für kombinierten Form-Stanz-Betrieb reicht von der Herstellung von Klappverpackungen über Menüschalen bis hin zu Verschlussdeckeln. Im Vergleich zum bisherigen Standard erreichen die heutigen Systeme Taktzahlsteigerungen im deutlich zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig höherer Qualität der Ziehteile und erheblich geringeren Energieeinsatz. Einsatzgebiet der Baureihe RDM-K ist schwerpunktmäßig das Thermoformen von Bechern jeglicher Form und Größe mit Multikavitätenwerkzeugen. Auf der Produktionslinie mit dem Druckluftformautomaten RDK 90 entstehen mit einem 16-fach-Werkzeug aus APET-Folie in 55 Takten pro Minute Schalen. Ebenfalls aus APET werden mit dem Formautomaten RDM 70K, Formfläche 680 x 300 mm², und einem 27-fach-Werkzeug Joghurtbecher produziert.

Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, Stand E91

Damit sich Polymerschichten in Verpackungsfolien zukünftig durch ein neues Biomaterial ersetzen lassen, präsentiert das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV auf der K eine Verpackungsfolie mit einer Barriereschicht aus Molkeprotein, die es im Rahmen eines EU-Projektes mit dem Namen Wheylayer entwickelt hat. Molke kann dank ihrer antimikrobiellen Inhaltsstoffe die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern. Um die aktive antimikrobielle Wirkung der Verpackungsfolien sowie ihre Barriereeigenschaften gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit zu optimieren, wurden besonders reine Proteinisolate gewonnen und optimiert. Sie wurde im Rolle-zu-Rolle-Verfahren hergestellt und erfüllt somit die Anforderungen für einen wirtschaftlichen Einsatz im Verpackungssektor. Bis zum Projektabschluss in 2011 wird das neue Produktionsverfahren im Industriemaßstab ausgeführt sein. Durch den Ersatz der konventionellen Beschichtung lassen sich Material und CO2-Emissionen sparen. Die gezielte Auflösbarkeit der Molkeproteinschicht ermöglicht ein sortenreines Recycling.

 

Halle 5

EPI, Stand A43

EPI präsentiert seine oxo-bioabbaubaren Additive. Die Totally Degradable Plastic Additives (TDPA) werden verwendet, um klassische Kunststoffe bioabbaubar zu machen. Damit hergestellte Verpackungen sind umweltverträglich, ungiftig, wiederverwertbar und recycelbar. Verbreitete Anwendungen sind Tragetaschen, Müllbeutel, Agrarfolien, Produkte für den Lebensmittelservice, Einweg-Hygieneprodukte, Hundekot- und Windelbeutel – eigentlich fast alle PE-, PP- oder PS-Artikel, die nach der Entsorgung abgebaut werden sollen.

BASF, Stand C21/D21

Zwei neue Anwendungen rund um die Produktinnovation Ecovio FS zeigt die BASF auf ihrem Stand bei den bioabbaubaren Kunststoffen: Papierbecher, die mit Ecovio FS Paper, der neuen Ecovio-Type speziell für Papierbeschichtung, ausgestattet sind und Schrumpffolien, die aus Ecovio FS Shrink Film bestehen. Ecovio FS Paper zeigt auch bei geringer Schichtdicke eine gute Haftung zu Papier. Ecovio FS Shrink Film hingegen bietet ein gezielt eingestelltes Verhältnis zwischen Schrumpf- und Haltekraft, sodass seine mechanische Belastbarkeit bei 25 µm Foliendicke größer ist als die von 50 µm dicker PE-Folie. Der diesen beiden anwendungsspezifischen Typen zugrunde liegende neue Kunststoff ist biologisch noch schneller abbaubar als seine Vorgänger und enthält einen höheren Anteil an nachwachsenden Rohstoffen. Dadurch beträgt der Anteil an biobasiertem Material bei Ecovio FS Shrink Film 63 % und bei Ecovio FS Paper 75 %.

 

Halle 6

Akro-Plastic, Stand B42

Akro-Plastic präsentiert auf der seinem Messestand Akromid S, ein PA6.10 auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Es besitzt einen bis zu 70 % biogenen C-Anteil. Im Vergleich zu PA6 bzw. PA6.6 unterscheidet sich das Biopolymer durch höhere chemische und Heißwasserbeständigkeit. Es nimmt 50 % weniger Feuchtigkeit auf und ist dimensionsstabiler, besitzt eine bessere Kälteschlagzähigkeit und eine sehr gute Oberfläche. Zudem zeigt es eine extrem hohe Beständigkeit gegenüber stark beanspruchenden Medien (z. B. 50/50-Glykol-Wasser-Mischung). Rizinusöl aus den Samen des Wunderbaumes ist die Grundlage für Sebacinsäure, die als Basis für den nachwachsenden Rohstoffteil des Polymers fungiert. Es ist ein sogenanntes Drop-in-Biopolymer und beansprucht seinen Platz im Markt als technisches Polymer, ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einem „grünen“ Ersatzwerkstoff von PA6.

FKuR Kunststoff, Stand B66

Bio-Flex steht für PLA-basierte Copolyesterblends, die auf dem Messestand von FKuR Kunststoffe zu sehen sind und die – je nach Type – einen sehr hohen Anteil an natürlichen Rohstoffen enthalten. Biograde basiert auf Cellulose, einem Produkt der Papierindustrie, und ist insbesondere für Spritzgussanwendungen entwickelt worden. Es besteht überwiegend aus natürlichen Rohstoffen, enthält jedoch keine Stärke oder Stärkederivate. Die Produktreihe bietet ein großes Spektrum an verschiedenen Biokunststoffen für die Verarbeitung von der Folienextrusion bis hin zum Spritzguss. Sämtliche FKuR-Biokunststoffe lassen sich auf herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen ohne Anpassungen verarbeiten.

Arkema, Stand c57

Die ersten Bürostühle eines bekannten japanischen Möbeldesigners werden auf der K am Stand von Arkema enthüllt. Sie besthen vor allem aus Rilsan 11, einem Polyamid auf Basis von Rizinusöl, and Pebax Rnew, einem Elastomer, das zu 90 Prozent aus Biomaterialien besteht.

Du Pont, Stand D33

Auf der Messe wird bei Du Pont eine Reihe biobasierter Hochleistungskunststoffe zu sehen sein. Sie umfasst thermoplastische Polymere Sorona EP, die sich ähnlich wie Hochleistungs-PBT verarbeiten lassen, thermoplastische Elastomere Hytrel RS, die zu 35 bis 65 % auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, sowie die langkettigen Polyamide Zytel RS, zunächst mit den Zytel-RS-Polyamid-1010-Typen (zu 98 % aus nachwachsenden Rohstoffen) und Zytel-RS-Polyamid-610-Typen (zu über 58 Gew.-% aus nachwachsenden Rohstoffen).

 

Halle 7

Synbra Technology, Stand B05

Bei dem neu entwickelten Biofoam handelt es sich um ein expandiertes PLA, das zu 100 % auf nachwachsenden Rohstoffen basiert, biologisch abbaubar und C2C-zertifiziert ist. Der Schaumstoff hat vergleichbare Eigenschaften wie EPS und lässt sich mit gewissen Einschränkungen zu allen EPS-Anwendungen verarbeiten. Dies geschieht auf gängigen EPS-Maschinen, jedoch mit CO2 als Treibmittel und damit CO2-neutral. Am Ende seines Produktlebens kann der Schaum auf herkömmliche Weise entsorgt oder aber der industriellen Kompostierung, der anaeroben Faulung sowie dem stofflichen Recycling zugeführt werden.

C. H. Erbslöh, Stand B17

Aus nachwachsenden Rohstoffen hergestelltes Rizinusöl ist die Basis der mehrfachfunktionalen Polyole von Vertellus, die C.H. Erbslöh auf seinem Stand zeigt. Dabei bieten die Polycin-Typen Herstellern von Polyurethansystemen die Möglichkeit, spezifische Eigenschaften wie die chemische Beständigkeit oder die Dehnung gezielt auf die anwendungsspezifischen Anforderungen abzustimmen.

 

Halle 7.1

Unidad de Desarrollo Tecnológico, Stand B06

Die Unidad de Desarrollo Tecnologico der Universidad de Concepcion (Chile) informiert über ihre Entwicklung von Pflanzcontainern aus biologisch abbaubaren Verbundwerkstoffen mit bis zu 50 % Holzmehl. Den Wissenschaftlern gelang es, einen biologisch abbaubaren Kunststoff herzustellen, der im Vergleich zu Polymilchsäure (PLA) niedrigere Produktionskosten, verbesserte Verarbeitbarkeit im Spritzgießen und eine kontrollierbare Abbaurate bietet. Das Granulat wird auf einem gleichlaufenden Doppelschneckenextruder erzeugt und besteht aus einer Mischung aus Biopolymer (PLA), Holzmehl und verschiedenen Additiven. In der zweiten Entwicklungsphase ist das Einarbeiten von Nährstoffen in die Formulierung geplant, die während des Abbaus des Containers in der Erde kontrolliert abgeben werden und so das Pflanzenwachstum fördern.

Lifocolor Farben, Stand C30

Die Masterbatches und Additive, die Lifocolor auf der K präsentiert, sind geeignet zum Einfärben und Ausrüsten von Cellulose, Polymilchsäure (PLA), Polyhydroxybuttersäure (PHB) und einer ganzen Reihe weiterer nachwachsender Rohstoffe. Die in der Europäischen Norm EN 13432 festgehaltenen Standards zum Erhalt der vollständigen Kompostierbarkeit des Werkstoffs werden durch den Einsatz von Lifcolor-Bio-Farben und -Additiven nicht beeinflusst.

 

Halle 8a

Gehr Kunststoffwerk Vertriebsgesellschaft, Stand F21

Die Firma Gehr zeigt ihr unter dem Markennamen Ecogehr zusammengefasstes Produktportfolio von 10 Biokunststoffen auf nachwachsender Rohstoffbasis auf Polylactid-, Cellulose-, Polyamid- und WPC-Basis auf ihrem Messestand. Es werden daraus Halbzeuge als Platten, Vollstäbe, Rohre und Profile hergestellt. Aus den Materialien PLA-L und C-L werden tiefziehfähige, kalandrierte Platten mit einer schönen haptischen und optischen Oberfläche vorgestellt. Für Applikationen lassen sie sich unter anderem zerspanend bearbeiten, bedrucken, stanzen, mit einem Laser bearbeiten, verschweißen und verkleben. Als weiteres Produkt wird aus dem Material PLA-L auf Polylactid-Basis ein Draht mit 3 mm am Markt eingeführt. Die beiden Biomaterialien basieren zu 80 bis 100 % auf nachwachsenden Rohstoffen und sind zudem auch biologisch abbaubar.

Sukano, Stand H28

Sukano präsentiert auf der K Biokonzentrate Bioloy. Mit dem Einsatz der Biobased Masterbatches in der Extrusion lassen sich die optischen und funktionellen Eigenschaften von PLA an die Anforderungen der unterschiedlichen Flachfolien- und Formatanwendungen anpassen. Die Biokonzentrate sind hochkonzentrierte Masterbatches, basierend auf biopolymeren Trägern, die in einem geringen Anteil dem Biopolymer bei der Verarbeitung beigemischt werden. Für den Einsatz in haltbaren Spritzgussanwendungen, z.B. Gehäusen, müssen Biopolymere über gute Schlagfestigkeit und Beständigkeit verfügen. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Herstellern und Anwendern, werden die Biobased polymer Alloys im Compoundierverfahren hergestellt, um die gewünschten optischen oder funktionellen Eigenschaften zu erzielen. In der Entwicklung von Bioloy hat das Unternehmen einen Schwerpunkt auf das Optimieren der Verarbeitbarkeit gelegt. Die Lösungen tragen dazu bei, dass Biokunststoffe im Hinblick auf Verarbeitbarkeit und Einsatzeigenschaften die gleiche anspruchsvolle Leistung erbringen wie heute bereits die ölbasierten Kunststoffe.

Clariant, Stand J11

Für kompostierbare Biokunststoffe und Verpackungsmaterialien stellt Clariant die Masterbatches Renol und Cesa vor. Sie enthalten konventionelle Additive nicht natürlichen Ursprungs, um eine höhere Wirtschaftlichkeit und vor allem eine bessere Prozess- und Lichtstabilität zu erzielen, als das mit Naturprodukten möglich ist. Auf diese Weise wird eine breitere Farbpalette erzielt. Die Additivfunktionalität für den Einsatz von Biopolymeren entspricht den europäischen und US-Normen für Kompostierbarkeit und Ökotoxizität.

 

Halle 8b

Roquette, Stand H63

Roquette führt mit Gaïalene eine neue Serie nicht biologisch abbaubarer Kunststoffe auf Pflanzenbasis in den Markt ein. Die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen stellt einen vielversprechenden Bereich für die Kunststoffbranche dar. Die innovativen, recycelbaren Harze mit geringem CO2-Fußabdruck bestehen zu über 50 % aus biologischen Materialien. Sie sind in Qualitäten zum Spritzgießen, Folienblasen, Blasformen und Compoundieren auf gängigen Verarbeitungsmaschinen erhältlich.

Cabopol, Stand G45

Cabopol stellt die neue biologisch abbaubare und kompostierbare Produktlinie Biomind vor. Die Produkte basieren auf einer Mischung aus Polyestern und Stärke und verhalten sich entsprechend den Standards ASTM D6400 und EN 13432. Angeboten werden sie als Qualitäten für die Folienextrusion, zum Spritzgießen und zum Thermoformen. Das Unternehmen zeigt Anwendungsbeispiele wie Einkaufstaschen, Müllbeutel, Mulchfolie, Wegwerfbesteck und -tassen.

Polyone, Stand G46

Unter der Bezeichnung Smartbatch WPC stellt Polyone ein Farbstoff- und Additiv-System vor. Es soll dem Anwender ermöglichen, Leistungsmerkmale und Einsatzmöglichkeiten von Verbundwerkstoffen aus Naturfasern über den derzeitigen Horizont hinaus weiter zu entwickeln und damit neue Märkte zu erschließen. Die Technologie eignet sich für Holzfasern und eine Vielzahl von recycelten Fasern (Post-Consumer) wie etwas Reisschalen, Pappe oder andere Materialien auf Zellulosebasis.

 

Halle 9

Automatik Plastics Machinery, Stand A04

Für Biopolymere und faserverstärkten Polymere zeigt Automatik das erstmals auf einer Messe präsentierte Einbandgranuliersystem EBG mit dem Trockenschnitt-Stranggranulator Primo Plus 200. Da die Einbandgranulieranlage keine Kraft auf das Produkt ausübt und es nicht zu einer Verstreckung im Abzug kommt, eignet sie sich besonders für brüchige und hochgefüllte Materialien.

Maag Pump Systems, Stand B05

Am Stand von Maag Pump Systems ist die neue Trudex Hochdruckzahnradpumpe ausgestellt. Ihre robuste Bauweise erlaubt den Betrieb einer Zahnradpumpe in Bereichen, in welchen Standard-Zahnradpumpen an ihre Grenzen stoßen. Das bedeutet bei Standard-Zahnradpumpen kurze Standzeiten, Leckagen und teuere Betriebsausfälle. Die Zahnradpumpe verfügt über speziell wärmebehandelte geradeverzahnte Wellen, was einen großen Wirkungsgrad ermöglicht, sowie ein Lagerdesign welches höhere Drehzahlen und somit höhere Durchsatzraten ermöglicht. Außerdem bietet diese Pumpe eine flüssige Beheizungsmöglichkeit. Speziell beim Einsatz von Biokunststoffen sind Maschinen gefragt die hoher Abrasion widerstehen. Mit der neuen Hochdruckzahnradpumpe wird der Hersteller unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht, was auch den problemlosen Einsatz in neuen Anwendungen ermöglicht. Da sie sich mit verschiedenen Optionen an unterschiedliche und schwierige Anwendungen anpassen lässt, ermöglicht sie ein hohes Maß an Flexibilität.

Herbold Meckesheim, Stand B42

Herbold Meckesheim zeigt sowohl für die Zerkleinerung als auch für die Feinmahlung geeignete Maschinen. Auf der Messe werden eine Mühle des Typs HB und eine PU 650 auf zu sehen sein. Das Schneidmühlenprogramm wurde um die Schneidmühlenreihe HB ergänzt, bei der sich ganze Folienballen, sperrige Spritz- oder Blasformteile, Schaumstoffballen etc. in einem Arbeitsgang auf eine zur Weiterverarbeitung erforderliche Mahlgutgröße zerkleinern lassen. Der Mahlraum ist direkt mit einem Aufgabebunker verbunden. Ein PLC-gesteuerter Schieber führt das Material dem Rotor zu. Diese Kombination macht für viele Materialien eine zweistufige Zerkleinerung bestehend aus Schredder und Schneidmühle überflüssig. Für die Feinmahlung steht die neuentwickelte Feinmühle PU 650 zur Verfügung. Diese Maschine weist gegenüber konventionellen Mühlen eine Besonderheit auf: Der Rotor ist vertikal angeordnet, wodurch sich die Belastung auf die Lagerung wesentlich reduzieren ließ. Die Maschine baut dadurch sehr kompakt und wartungsfreundlich.

Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen, Stand C05

Erema präsentiert auf der diesjährigen K das neue TVEplus Recyclingsystem für thermoplastische Kunststoffe. Das System wurde speziell für die Verarbeitung stark bedruckter bzw. verschmutzter Folien entwickelt. Die Mehrzahl der Komponenten des Systems, wie der große Schneidverdichter, die Entgasungstechnologie, die neue Heißabschlaggranulierung mit Direct Drive Technologie sowie mit den neuen Nachfolgekomponenten, kommt 1:1 bei der Verarbeitung für Biokunststoffe wie PLA zum Einsatz. In der Praxis kommen zum Aufbereiten von Biokunststoffen die Extruder Eremy T (Extruder ohne Entgasung) und Erema TE (Extruder mit Doppelentgasung) zum Einsatz. Im Falle von PLA lassen sich mittels Verwendung der neuen kompakten Inline Kristallisation hohe Kristallisationsgrade erreichen. Dieses System benötigt keine externe Heizenergie, Restenergie im Granulat selbst wird zur Kristallisation herangezogen.

Econ, Stand C55

Econ stellt Unterwassergranulieranlagen vor, die sich gut für die Verarbeitung von zum Beispiel PLA und anderen Biopolymeren eignen. Aufgrund der speziellen patentierten Lochplatten-Technologie (thermische Trennung) erfolgt Schmelze-schonendes Verarbeiten und das ideale Einstellen der geforderten Prozessparameter wird ermöglicht. Speziell die EUP 50 befindet sich bereits erfolgreich für die Verarbeitung von Biopolymeren im Einsatz.

Piovan, Stand C59

Ein besonderes Augenmerk gilt am Messestand von Piovan der Verarbeitung von Bio-Harzen wie PLA. Für diesen stark wachsenden Markt werden Maschinen von Universal Dynamics (Piovan-Gruppe) angeboten.

Dr. Collin, Stand E76

Dr. Collin stellt die 3-Schicht Blasanlage BL 180/400 mit integriertem Doppel-Schnecken-Compounder aus. Das neue Design des Blasturms mit Wendestangensystem sowie die integrierte Messtechnik mit gravimetrischer Dosierung und einer Folien­dickenmessung ermöglichen die Entwicklung von Folien unter Produktionsbedingungen. Gerade bei den hygroskopischen Bio-Polymeren bedeutet eine Compoundierung mit Wasserkühlung und anschließender Trocknung immer auch einen Schädigung des Polymeres. Über die In-Line-Compoundierung lassen sich die Einflüsse von Additiven ohne diesen Zwischenschritt direkt ermitteln. In dem geschlossenen Cofios Modul werden zunächst Gieß- als auch geglättete Folien in einem abgeschlossenen (Rein-)Raum hergestellt. Das integrierte Kamerasystem sowie die integrierte Markierungs- und Schneideinheit erfasst Fehler in der Folie, wertet diese aus und stellt sie für eine spätere Prüfung oder Dokumentation physisch zur Verfügung. Für Bio-Polymere gewinnt die Prüfung auf Gele bzw. Fremdkörper aller Art zunehmende Bedeutung.

 

Halle 10

Wittmann Kunststoffgeräte, Stand A04

Der Drymax, den Wittmann auf seiner Ausstellungsfläche präsentiert, ist ein zuverlässiger Trockner für sämtliche Kunststoffgranulate, der sich auch ideal zur Trocknung von Biokunststoffen eignet. Durch die zwei Trockenmittel-Patronen des Drymax-Trockners wird das Granulat kontinuierlich mit trockener und entsprechend aufgeheizter Luft versorgt. Diverse Standardfunktionen wie die Materialschutzfunktion oder Smartreg – temperaturgesteuerte Regeneration – stehen natürlich zur Verfügung. Denn auch Biokunststoffe neigen dazu, Feuchtigkeit aufzunehmen. Beispielweise kann es bei der Verarbeitung von WPC zu regelrechten Brandstellen kommen: Die im Granulat enthaltene Feuchtigkeit lagert sich im Werkzeug ab und hinterlässt auf der Oberfläche des Produktes sichtliche Schäden. Eine gute Trocknung ist absolut erforderlich. Das Kondensat wird in der Rückluft gefiltert und der Trockner arbeitet vollkommen uneingeschränkt weiter. Denn während der Trocknung von einigen Biokunststoffen ist darauf zu achten, dass es zu einer Kondensatbildung kommen kann. Um den kontinuierlichen Trocknungsprozess nicht zu beeinträchtigen, ist hier der Einsatz von einem Kondensatabscheider unumgänglich.

Perkinelmer, Stand B52

Auf dem Stand von Perkinelmer kann der Besucher mehr über die aktuellen DSC- und TGA-Lösungen erfahren. Verschiedene Methoden der Thermischen Analyse werden zu Untersuchungen eingesetzt. Thermogravimetrie ermöglicht die Bestimmung des Lösungsmittel- oder Feuchtigkeitsgehalts, aber auch die Zersetzungstemperaturen von Polymeren. Wichtige Informationen, die für die Verarbeitung notwendig sind. Verschiedene Differential-Scanning-Kalorimetrie-(DSC)-Methoden einschließlich der HyperDSC kommen zum Einsatz, um z.B. den Glasübergang von Polymeren zu ermitteln, da Feuchtigkeit plastifizierend wirken kann und diesen Wert beeinflusst. Aber auch Schmelz- und Kristallisationsverhalten von polymeren Materialien werden mit dieser Technik untersucht. Die Thermische Analyse ist ein gutes Werkzeug für das Charakterisieren von Polymeren einschließlich derer auf Basis nachwachsender Rohstoffe, biologisch abbaubaren und naturfaserverstärkten Kunststoffe.

Erichsen, Stand E20

Erichsen stellt den Scratch Hardness Tester 413 aus. Bei der Prüfung mit dem Gerät werden auf die zu prüfenden Oberflächen parallele Ritzspuren aufgebracht. Die Ritzkraft wird von Spur zu Spur fein einstellbar reduziert, bis keine Ritzspur mehr sichtbar ist bzw. in akzeptabler Form unauffällig. Es stehen verschiedene Typen von definierten Prüfspitzen (von „spitz“ über „rund“ zu „scharfkantig“) zur Verfügung, um Produkte auf deren Kratzbeständigkeit zu prüfen: Fahrzeuglacke bzw. Beschichtungen, Kunststoffe wie Lichtschalter, Handytasten, Griffe, Kunststoffkleinteile, Sol/Gel-Beschichtungen, Metalloberflächen sowie deren Veredelungen, Eloxal, etc. Die Zug- und Druckprüfmaschinen der Serie Unimat Plus sind für die Funktionsprüfungen an Bauteilen und Standardprüfungen an Werkstoffen konzipiert. Die Anwendungen bei der Funktionsprüfung sind vielfältig, z. B. Steck- und Federkontaktprüfungen in der Elektroindustrie, Scheiteldruckversuch an Aufwickelhülsen und Rohrabschnitten, Stapelbarkeit von Kunststoff-behältern und Kartonagen.

Netzsch-Gerätebau, Stand E42

Am Messestand von Netzsch ist unter anderem der für den Einsatz im Polymerbereich neu entwickelte Thermomechanischer Analysator TMA 402 Hyperion zu sehen, die mit einem Tieftemperatur-Ofen ausgestattet. Dieser wird mit Flüssigstickstoff gekühlt und deckt den weiten Temperaturbereich von -150 bis 1000 °C ab. Mit einer Doppelhubvorrichtung lässt sich ein zweiter Ofen montieren und somit ein hoher Probendurchsatz ermöglichen. Die thermomechanischen Eigenschaften von Probekörpern mit einer Länge von bis zu 30 mm lassen sich unter einer Kraft von bis zu 3 N untersuchen. Ein eingebauter Kraftsensor ermöglicht das zuverlässige Einstellen von Kräften im mN-Bereich. Es sind Probenhaltesysteme für Ausdehnungs-, Penetrations-, Zug- oder 3-Punkt-Biegemessungen erhältlich. Alle Komponenten der TMA 402 Hyperion sind vakuumdicht, um eine reine Atmosphäre an der Probe zu gewährleisten. Das kompakte Design beinhaltet neben der Elektronik auch die Massenflussregler für die Spülgase.

HB-Therm Temperiertechnik, Stand H55

Die Temperiergeräte der Series 5 werden auf der K von HB-Therm Temperiertechnik präsentiert. Sie sind mit ihren umfangreichen serienmäßigen Features wie geschlossenem Kühlkreislauf, Ultraschall-Durchflussmessung, verkalkungs- und druckschlagfreier Kühlung über Kühlwasserfilter und Proportionalventil oder proportional geregeltem Kühler-Bypass mit integriertem Rücklauffilter auch zum Verarbeiten sensibler Materialien wie Biokunststoffen gut geeignet. Die technische Ausstattung der Geräte erlaubt eine qualitativ hochwertige, schonende Verarbeitung solcher Werkstoffe auf gleichbleibendem Niveau. Das macht den Einsatz dieser Temperiergeräte-Serie auch in diesem speziellen Verarbeitungssegment interessant.

 

Halle 12

Kuka Roboter, Stand C49

Kuka Roboter stellt auf der K 2010 die neue Konsolrobotergeneration der Quantec Serie und die neue Steuerungsgeneration KR C4 vor. Die Konsolroboter Serie präsentieren sich in zwei Familien: Quantec K ultra ist mit 270 kg Traglast bei 2? 900 mm Reichweite und 120 kg Traglast ein starker Konsolroboter mit hoher Leistungsdichte. Quantec K prime bietet – von 90 kg bis zu 210 kg Traglast – für jede Anwendung den passenden Konsolroboter. Die neuen Konsolroboter sind um 12 % leichter und damit einfache auf Spritzgussmaschinen zu montieren. Die Roboter erreichen durch neue Antriebstechnologie zusammen mit der neuen Steuerung bis zu 25 % kürzere Entnahmezeiten. Durch den flachen Aufbau können sie tief unter sich greifen – dies optimiert den Entnahmeprozess aus Spritzgussmaschinen. Die neuen Konsolroboter verfügen über eine 400 mm nach vorne verlagerte Achse 2, wodurch ein stark erweiterter Arbeitsbereich nach vorne und nach unten ermöglicht wird. Für Kompatibilität zu den Vorgängermodellen sorgen das gleich gebliebene Bohrbild zur Konsole und der identische Flansch.

 

Halle 13

Dr. Boy, Stand A43

Dr. Boy zeigt auf der K eine Boy 35, auf der ein Polymer auf Basis nachwachsender Rohstoffe verarbeitet wird. Gefertigt wird ein Zettelhalter aus 100 % biologisch abbaubarem, auf nachwachsenden Rohstoffen basierendem Polymer von FKuR Kunststoff. Die Materialeigenschaften entsprechen sowohl in der Verarbeitung als auch in den Gebrauchseigenschaften sehr gut denen des ursprünglich für das Formteil genutzten ABS.

 

Halle 15

Billion Kunststofftechnik, Stand B24

Billion zeigt auf seinem Messestand, wie auf einer elektrischen Select H2000-400T aus einem Bio-PP von Sabic ein Tablett produziert wird. Bei einem Schussgewicht von 335 g und einer Zykluszeit von 22 Sekunden wird ein Materialdurchsatz 48,2 kg/h erzielt. Der Bio-PP von Sabic ist zum Erhöhen der Stabilität mineralgefüllt. Aufgabe ist es, zu demonstrieren, dass die nachwachsenden Rohstoffe (wie PP) keinerlei verfahrenstechnische Beeinträchtigungen bedeuten.

Kraussmaffei Berstorff, Stand C24

Bei Kraussmaffei ist der Zweischneckenextruder ZE UTX für die Herstellung von Biopolymeren oder naturfaserverstärkten Kunststoffen zu sehen. Hohe Durchsatzleistungen bei geringer thermischer Belastung durch optimierte Schneckenkonzepte und eine effektive Entgasung – das sind die Charakteristika der Zweischneckenextruderserie, die für das Compoundieren von Stärke- oder Cellulosebasierten Biopolymeren oder naturfaserverstärkten Kunststoffen geeignet ist. Passend für das Verarbeiten unterschiedlicher voluminöser oder ungetrockneter Stoffe ist die modular aufgebaute Verfahrenseinheit. Die große 6D-Öffnung der Füllzone ermöglicht sicheres Dosieren von voluminösen Stoffen. Für Rohstoffe mit höherer Restfeuchte bringt ein spezielles Gehäuse mit erhöhter Heizleistung effektiv Wärme in den Prozess. In Kombination mit der 6D-Entgasungsöffnung findet so wirksames Entgasen statt. Vorteilhaft beim Verarbeiten stärkebasierter Ware sind die 1D-Einspritzscheiben, die an beliebigen Stellen des Verfahrens Additive hinzu geben.

 

Halle 16

Battenfeld-Cincinnati, Stand B19

Einen neuen kompakter und flexibler Extruder für WPC Neueinsteiger präsentiert Battenfeld Cincinnati. Der Extruder ist das passende Modell für Neueinsteiger im Bereich der WPC-Extrusion. Der breite Ausstoßbereich von 90 bis 275 kg/h des konischen Gegenläufers ermöglicht es, eine Vielzahl an unterschiedlichen Profilen mit nur einer Maschine extrudieren zu können – eine Anforderung, die speziell von Neueinsteigern häufig gestellt wird. Er ist ein flexibeler und gleichzeitig kompakter Extruder für die WPC-Verarbeitung und eignet sich sowohl für das Verarbeiten von vorgemischten Compounds als auch für Agglomerate auf Basis von PVC, PE oder PP. Wartungsfreie Komponenten und eine energieeffiziente Ausführung standen bei der Entwicklung dieser neuen Anlage im Vordergrund. Die fiberexK72 ist bereits in der Standardausführung mit einer geschlossenen Schneckenkerntemperierung, einer voll isolierter Verfahrenseinheit sowie AC Antrieb und leicht bedienbarem Vakuumaggregat mit Doppelfilter ausgestattet.

Wittmann Battenfeld, Stand D22

Wittmann Battenfeld zeigt die HM 65/350, auf der auf einem 2+2-fach Werkzeug eine formstabile Dose mit Deckel aus einer biologisch abbaubaren Materialmischung aus Fasal, einem aus nachwachsenden Rohstoffen (Holzspänen und Maisgrieß) bestehenden Holzspritzgussgranulat und Bio-Kunststoffen (PLA) hergestellt wird. Dieser umweltgerechte Ansatz bei der Materialauswahl setzt sich auch in der Auswahl der Maschinenkonfiguration fort. Um den Energieverbrauch niedrig zu halten, ist die Maschine mit einem Servodrive-Paket ausgestattet. Bei diesem Konzept erfolgt der Antrieb über einen drehzahlgeregelten, luftgekühlten Servomotor. Damit ist eine Energieeinsparung von bis zu 35 % möglich. Darüber hinaus ist die Maschine extrem geräuscharm. Parallelbewegungen sind mit zusätzlicher Servomotor-Pumpeneinheit möglich.

Alpha Marathon Film Extrusion Technologies, Stand F 65

Alpha Marathon befasst sich mit Technologien und Maschinen für die Fertigung unterschiedlichster Folien. Beispiele sind Agrarfolien für Gewächshausabdeckungen und zum Mulchen, Geovlies für Dämme oder den Straßen-, Hoch- und Tiefbau, Sperrschichtfolien, Schrumpffolien für Lebensmittelanwendungen, Streckfolie zur industriellen Nutzung und Verpackung, medizinische Beutelfolie, laminierte Sperrschichtfolie, matte Folien und Folien mit bis zu zwölf Schichten. Zu den schlüsselfertigen Lösungen gehören eine Blasfolienanlage für Mehrschichtfolien, eine Upside-Down-Anlage mit Wasserkühlung für medizinische Folien sowie die Alpha Plus Double Bubble-Folienanlage für Lebensmittelverpackungen.