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Spritzgießen Um in der Bauteil-Herstellung Kunststoffe mit Additiven oder Füllstoffen in einem Fertigungsschritt miteinander zu kombinieren, hat SKZ, Würzburg, in Kooperation mit Arburg, Loßburg, ein Anlagenkonzept entwickelt: Eine modifizierte Standard-Spritzgießmaschine arbeitet lange Fasern direkt in den Kunststoff ein. Dabei entfällt der üblicherweise dazwischen stattfindende Compoundier- oder Pultrusionsprozess. Der Verarbeiter kann die Ausgangsmaterialien anforderungsoptimiert auswählen und einzelne Komponenten substituieren. Somit lassen sich auch Materialien mit Fasergehalten erzeugen, die nicht marktüblich sind. Zusätzlich ermöglicht eine Zugabe von Haftvermittlern ein Einstellen der Faser- und Matrixhaftung sowie der resultierenden mechanischen Eigenschaften.

Für das Konzept haben die Hersteller eine zweiwellige Seitenbeschickung mit einem Faserschneidwerk kombiniert. Mit einer geringfügig modifizierten Standard-Spritzgießmaschine lassen sich Fasern in wählbarem Anteil dem Prozess zuführen. Nach dem Schneiden der Roving-Fasern mit Längen zwischen 2 und 100 mm gelangen diese an eine Zwei-Schneckeneinheit, die sie definiert einer Verarbeitungsmaschine zuführt. Die Schnittfaserlänge und der Faser-Volumenstrom lassen sich an den Folgeprozess anpassen.