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Thermoplastische Elastomere Der Kabelhersteller Minnesota Wire hat die bisher eingesetzten thermoplastischen Vulkanisat (TPV) -Elastomere, bislang Standard bei medizintechnischen Geräten, durch Compounds aus thermoplastischen Styrol-Elastomeren (TPE-S) von der Teknor Apex ersetzt. Der Kabelhersteller verwies dabei auf die besseren Produkteigenschaften direkt nach der Herstellung und nach dem Autoklavieren sowie ein besseres optisches und haptisches Erscheinungsbild des Endprodukts. Die TPE-S-Compounds Medalist MD-8421, MD-8431 und MD-8451 bilden eine Produktreihe innerhalb des hochreinen, medizinischen Elastomer-Sortiments Medalist, zu der auch TPV zählen. Laut Minnesota Wire haben die TPE-S-Compounds vor und nach dem dem Autoklavieren bessere Zugfestigkeits- und Dehnungseigenschaften als TPV – auch nach mehreren Autoklavierzyklen.

Zusätzlich sind diese Compounds nach Angaben des Kabelherstellers stabiler bei der Extrusion, und beim Spritzgießen besser zu verarbeiten. So kommt der Kabelhersteller mit einem niedrigeren Einspritzdruck aus und verringert dadurch mögliche Schäden beim Umspritzen empfindlicher Schaltkreise. Aufgrund der verbesserten elektrischen Eigenschaften können Kabel mit dünneren Wandstärken verwendet werden.

Dadurch lassen sie sich besser aufwickeln. Außerdem kann der Kabelhersteller diese Compounds aufgrund der besseren elektrischen Eigenschaften sowohl für Isolierungen als auch für Ummantelungen verwenden. Neben der guten Autoklavier-Beständigkeit behalten die drei Compounds auch nach Gammabestrahlung und EtO-Sterilisieren eine hohe Zugfestigkeit, ein hohes Elastizitätsmodul und eine hohe Dehnung. Sie sind gegen Reinigungs- und antimikrobielle Lösungen beständig, die üblicherweise in medizinischen Einrichtungen verwendet werden. Und sie sind in zahlreichen Farben verfügbar.