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Leichtbau Für das Elektroauto BMW i3 hat die BASF, Ludwigshafen, mit ihren Kunststoffen und know-how in der Konstruktion unter anderem zur Entwicklung von Verstärkungsteilen in der Carbonfaser-Karosserie und der Rücksitzschale beigetragen.

Die Karosserie enthält zwischen der äußeren und inneren Schale Strukturbauteile aus Polybutylenterephthalat (PBT) Ultradur B4040 G6. Das größte und erste seiner Art ist ein so genanntes Integralbauteil. Es befindet sich im hinteren Seitenbereich zwischen den Carbonfaser-Karosserieschalen. Es dient neben seiner Funktion, im Crash-Fall Last abzutragen, auch dazu, die beiden Karosserieschalen auf Abstand zu halten. Außerdem trägt es zur Steifigkeit der Karosseriestruktur bei und stellt die hintere Öffnung für das Seitenfenster dar. Das spritzgegossene Bauteil fasst mehrere geplante, kleinere Bauteile zusammen und reduziert dadurch Komplexität und Kosten. In weiteren Karosseriebereichen des Fahrzeuges finden sich mehr als zwei Dutzend kleinere Verstärkungsbauteile aus Ultradur.

Die selbsttragende Rücksitzschale aus Carbonfasern und Polyurethan-Matrix wird aus dem PU-System Elastolit gefertigt. Damit werden erstmals in einem Serienfahrzeug Carbonfasern in Kombination mit einer PU-Matrix genutzt. Das Bauteil integriert verschiedene Funktionen wie Cupholder-Befestigung und Ablageschale, was Montageschritte und Gewicht einspart. Das crash-relevante Teil erfüllt aufgrund der besonderen Eigenschaften des Materials trotz seiner geringen Wandstärke von nur 1,4 mm die hohen Sicherheitsanforderungen des Automobilherstellers.

Der PU-Strukturschaum Elastolit D wird im gesamten Dachrahmen inklusive A-Säule als Verstärkungsmaterial eingesetzt. Der besonders druckfeste Schaum wird zu einem Carbon-Sandwichverbund verarbeitet und unterstützt so die Struktursteifigkeit des Fahrzeugs.