Rapid Manufacturing Inzwischen kann man mit 3D-Druckern fast alles drucken. Herausfordernd wird es, wenn die Drucke sehr akkurat und klein und dann noch aus schwer bearbeitbaren oder teuren Materialien gefertigt sein sollen. Die Wissenschaftler am Laser Zentrum Hannover setzen sich mit dieser Thematik auseinander. In der Medizintechnik eröffnet die Laser Additive Fertigung neue Heilungswege zum Beispiel für Hörgeschädigte. Ein Implantat in die Ohrschnecke einzusetzen, erfordert hohe Sorgfalt.

Der Chirurg läuft während des Eingriffs Gefahr, noch verbliebene Sinneszellen zu zerstören und das Hören des Patienten weiter einzuschränken. Die Mikrometer-kleinen Cochlea-Replikate, an denen die Chirurgen solche Eingriffe üben, werden mit Hilfe der LAM von der Gruppe Photonische Systemtechnik des LZH hergestellt. Noch einen Schritt weiter geht die Gruppe Oberflächentechnik. Sie arbeitet zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover an Implantaten, die während der Operation durch einen Temperaturwechsel die Form ändern und damit deren Einsetzen erleichtern. Winzige Bauteile sorgen jedoch nicht nur in der Biomedizintechnik für Neuerungen. Eingesetzt werden können auch Polymere oder Metalle.