Schaumspritzgießen In Kooperation mit der Firma Schaumform zeigt Wittmann Battenfeld, Kottingbrunn, Österreich, wie bei geschäumten Spritzgießteilen eine Oberflächenqualität erreicht werden kann, die voll und ganz auf Augenhöhe mit der Optik von kompakten Spritzgießteilen liegt. Hergestellt wird ein Bauteil in Strukturschaumtechnik mit einer Sichtteiloberfläche: ein Tablett, auf dem Platz zum Abstellen einer Kaffeetasse und für die Ablage einer Visitenkarte ist. Hergestellt wird das Teil mit dem Strukturschaumverfahren Cellmould in Verbindung mit variothermer Temperierung und in Kombination mit dem HiP-Opening Programm (High Precision Opening) zum Einsatz.

Durch dieses Präzisionsöffnen wird eine Gewichtsersparnis von maximal 30 Prozent erzielt, die integrale Schaumverteilung sorgt für ein leichtes, aber trotzdem stabiles Formteil. Produziert werden die Teile auf einer energieeffizienten vollelektrischen Ecopower 240/1330. Die Entnahme und Ablage der Teile übernimmt ein Roboter W822. Die Kombination der Verfahren wird auf der K 2013 in dieser Form erstmals auf einer vollelektrischen Kniehebelmaschine eingesetzt. Kombiniert werden dabei die physikalische Schmelzebegasung, die variotherme Werkzeugtemperierung und das Präzisionsöffnen des Werkzeugs.

Im Ergebnis lassen sich im Schaumspritzgießverfahren optisch einwandfreie Sichtbauteile herstellen. Die Teile weisen dabei nicht nur eine schlierenfreie Oberfläche auf, die durch die variotherme Werkzeugtemperierung erreicht wird. Durch das Präzisionsöffnen des Schaumspritzgießwerkzeugs kann zudem die Schaumexpansion sehr genau kontrolliert werden. Typische Anwendungen für solche Bauteile sind zum Beispiel Verkleidungsteile für das automobile Interieur, aber auch Komponenten für Sportgeräte oder Gehäuse von Elektrogeräten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Abstimmung der eingesetzten Technologien aufeinander.

K 2013 in Halle 16, Stand D22