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Polyamide Geht es um Metallersatz ist das mögliche Anwendungsspektrum auch außerhalb des Fahrzeugbaus fast unüberschaubar. Bei Innenteilen für Tür- und Fenstergriffe, bei Sportgeräten, im Haushalt, bei Möbeln oder auch bei thermischen Trennelementen sowie Montagesystemen von Solarmodulen ist noch schweres und teures Metall im Einsatz. Für solche Anwendungen hat die BASF, Ludwigshafen. das Ultramid-Portfolio erweitert und stellt zur K 2013 zwei neue Materialien vor. Die PA-Spezialität Ultramid D3EG10 FC Aqua ist aufgrund guter Chemikalien- und Hydrolysebeständigkeit für Bauteile mit Trinkwasserkontakt geeignet: Das Material besitzt die gängigen Trinkwasser-Zulassungen. Zu den speziellen Anforderungen gehören besonders niedrige Migrationswerte, eine hohe Geschmacksneutralität sowie der Nachweis, dass es im dauerhaften Kontakt mit dem Kunststoff zu keinem beschleunigten Algenwachstum kommt. Ein interessantes Anwendungsbeispiel für die Aqua-Type sind Gehäuse von Wasserzählern. Neben einer hohen Festigkeit und Zähigkeit weist der Werkstoff eine reduzierte Wasseraufnahme sowie hohe Steifigkeit auf und hält dynamischen Lastfällen stand, wie sie etwa beim plötzlichen Schließen von Einhebelmischern auftreten. Ultramid D3EG12 HMG hingegen ist ein PA, das sich durch ein hohes E-Modul von über 20.000 MPa auszeichnet.

Es kommt auch für den Ersatz von Metalldruckgussteilen im Sichtbereich in Betracht, denn das Material hat trotz seines außerordentlich hohen Glasfasergehalts von 60 Prozent eine gute Oberfläche. Bemerkenswert für ein PA ist auf der einen Seite, dass der Werkstoff beim E-Modul im konditionierten ebenso wie im trockenen Zustand konstant hohe Werte aufweist. Aber auch die Zugfestigkeit nimmt aufgrund der reduzierten Feuchtigkeitsaufnahme vom trockenen zum konditionierten Zustand nur geringfügig ab. Neben den mechanischen sind weitere Eigenschaften – beispielsweise die Verarbeitbarkeit, das thermische Verhalten oder die Chemikalienbeständigkeit – zu beachten. So zeichnet sich das Material unter anderem durch ein breites Verarbeitungsfenster aus, das sich in moderaten Werkzeug- und Massetemperaturen widerspiegelt.

K 2013 Halle 05 Stand C21