Softwareentwicklung Durch die Verstärkung mit Fasern können Kunststoffe mit herausragenden mechanischen und thermischen Eigenschaften hergestellt werden. Vor allem die resultierenden Festigkeiten und Zähigkeiten sind erheblich von der Faserlänge und Faserlängenverteilung abhängig. Mit Hilfe der vom SKZ, Würzburg, neu entwickelten Software Fiver (Fibre Verification) ist es nun sehr einfach und schnell möglich, Faserlängenverteilungen automatisch auch für lange, gekrümmte und überkreuzt liegende Fasern zu bestimmen. Für die Bestimmung der Faserlängenverteilung werden Bauteilproben verascht, die Fasern in einer Flüssigkeit verteilt und direkt in einer Petrischale gescannt. Abschließend erfolgt mittels der am SKZ entwickelten die Faserlängenanalyse und -auswertung. Mit der Software können Scans mit bis zu 170 Megapixeln und mehr als 10.000 Fasern verarbeitet werden.

Mehrere Fraktionen gescannter Fasern lassen sich zusammenfassen, um so bis zu 300.000 Fasern geschlossen statistisch auszuwerten und darzustellen. Alle in der Software getätigten Bearbeitungsschritte sind mit den gewählten Einstellungen speicherbar, so dass im Falle von umfangreichen Faserscans Bilder im Batch-Modus vollautomatisch ausgewertet werden können.