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Extruder Standardmäßig werden Solarzellen für Photovoltaikmodule heute in EVA-Folien eingebettet. Diese Folien schützen die Siliziumzellen die Sonnenlicht in elektrische Energie wandeln vor Umwelteinflüssen, wie Korrosion und Stößen. Für die Herstellung von EVA-Folien muss das Kunststoffgranulat bei maximal 150°C schonend plastifiziert und mit weiteren Zusatzstoffen vermischt werden.

Hierfür eignet sich der Planetwalzenextruder, da er schon bei niedrigen Verarbeitungstemperaturen eine hohe Dispergierungs- und Homogenisierungsleistung erzielt. Ein Planetwalzenextruder besteht aus einer herkömmlichen Einschnecke als Füllteil und dem Planetwalzenteil. Dieses wiederum besteht aus einem feststehenden, innenverzahnten Walzenzylinder, einer verzahnten Hauptspindel, die angetrieben wird und den mitlaufenden Planetspindeln. Alle Bauteile des Planetwalzenextruders sind um 45° schrägverzahnt, wobei die Verzahnung der Planetspindeln in entgegengesetzter Steigung zu den anderen Bauteilen verläuft. Gleichzeitig überzeugt der PWE sowohl in der PVC-Verarbeitung als auch in alternativen Verfahren durch seine hohen Ausstoßleistungen.

Während vergleichbar große Einschneckenextruder eine Aus-stoßleistung von bis zu 800 kg/h und Doppelschneckenextruder bis 1.200 kg/h schaffen, erreicht der Planetwalzenextruder eine Leistung von bis zu 2.000 kg/h. Neben der Transparenz sind die mechanischen Kennwerte und ein niedriger Schrumpf wichtige Kriterien von EVA-Folien, die in Photovoltaik-Modulen zum Einsatz kommen. Das neuartige Multi-Touch-Glättwerk von Battenfeld-Cincinnati, Wien, Österreich, erfüllt diese Forderungen. Das Konzept besteht aus einem Zwei-Walzen-Glättwerk zur Vorkalibrierung und bis zu sieben Walzen zur Nachkühlung. Dadurch wird für gleichmäßige Folientoleranzen und ein einheitliches Dickenprofil sowie eine sehr gute Transparenz, gute Planlage bei wenigen Orientierungen gesorgt.