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Spritzgießen LSR-Lösungen von Babyplast, Kierspe, setzen dort an, wo klassische Lösungen unwirtschaftlich zu werden drohen. Für präzise Kleinteile stoßen konventionelle Spritzgießlösungen mit Vielkavitäten-Technik an technische oder wirtschaftliche Grenzen. Technisch vor allem wegen der Mindestschussgewichte, aber auch der Schussgewichtskonstanz, wirtschaftlich wegen der Investitionskosten und Betriebskosten. Gegenüber einer konventionellen Spritzgießmaschine mit 200 kN begnügt sich die Babyplast-Maschine mit rund 20 Prozent der aufzunehmenden Energie. Sie ist zudem sehr klein, mit einer Aufstellfläche von ca. 0,8 m² inklusive LSR-Einheit und als Tischmaschine mobil. Zu den Vorzügen dieser LSR-Lösung zählt die Grundbauweise. Gegenüber klassischen, oft mit Fasspumpen versehenen LSR-Dosiervorrichtungen mit mindestens 20-Liter-Gebinden, ergeben sich aus kompakter Bauweise und den kurzen Wegen sehr geringe LSR-Volumina in Leitungen und Mischköpfen. Der Hersteller geht hier von rund 20 Prozent im Vergleich aus. Dieser Effekt reduziert die Verweilzeiten des Materials, reduziert Materialverluste und erleichtert den Zeit- und Kostenaufwand bei Farb- oder Materialwechseln.

Der neue LSR-Baukasten des Unternehmens ist in zwei Varianten verfügbar. Zum einen eine Kartuschen-Lösung, vorwiegend für Schussgewichte bis ca. 1g. Zum Einsatz kommt eine vorgemischte Kartusche mit 400 ml Nutzinhalt. Diese Lösung ist vorteilhaft bei sehr kleinen, hochpräzisen LSR-Teilen. Zum anderen kann der Verarbeiter auf eine größere Lösung zurückgreifen: eine Misch- und Dosiervorrichtung für Schussgewichte größer 1 Gramm. Dazu wird eine Misch- und Dosiereinheit, die zwei Kartuschen mit je 1.000 ml Inhalt und eine Farbdosierung umfasst, auf die Spritzgießmaschine aufgesetzt. Diese LSR-Einheit arbeitet mit einem maximalen Schussgewicht von ca. 18 g bei einem maximalen Betriebsdruck von 60 bar.