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Infrarot-Strahler Beim Schweißen von Ansaugrohren, Lüftungsteilen sowie Behältern für Bremsflüssigkeit im Automobil kommen Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight, Kleinostheim,  zum Einsatz. Die Rohre und Behälter werden meist im Spritzgussverfahren als Kunststoffhalbschalen hergestellt und später zu einer Einheit verschweißt. Besonders vorteilhaft erweist sich hier eine Kombination aus Infrarot-Vorwärmung und Vibrationsschweißen. Die Strahlung schmilzt die Oberfläche so an, dass bei der Vibration die Partikelbildung minimiert wird. Das sorgt für eine sichere Verbindung und für qualitativ einwandfreie Behälter. Die Infrarot-Strahler werden jeweils exakt an die Aufgabenstellung angepasst. Form, Farbe und Materialeigenschaften der Kunststoffteile bestimmen den Erfolg des Schweißprozesses. Kurzwellige Strahler und Carbon-Infrarot-Strahler reagieren innerhalb von Sekunden auf Steuerbefehle. So kann die richtige Intensität und Zeitdauer der Strahlung gewählt werden, um verschiedene Kunststoffe zum Schmelzen zu bringen. Füllmaterialien haben Einfluss auf das Schweißergebnis. Mineralische Füllstoffe machen diese flammhemmend, durch eine Verstärkung mit Glasfasern werden die Behälter druckstabil. Je höher jedoch der Füllstoffanteil, desto schwieriger sind diese Kunststoffe zu verschweißen. Schwarze Kunststoffe absorbieren Infrarot-Strahlung generell besser als weiße oder transparente. Eine echte Herausforderung ist das Verschweißen von dreidimensionalen Konturen. Hier können Infrarot-Strahler aus Quarzglas eingesetzt werden, weil sie den Konturen dreidimensional nachgeformt werden können.

Fakuma Halle B1, Stand 1121