POLYMERISATIONSANLAGE 25 Gigawattstunden Energie lassen sich innerhalb eines Jahres einsparen, wenn eine Anlage zur Herstellung von PET-Granulat mit einer Leistung von 600 Tagestonnen mit Crystallcut-Technologie von BKG anstelle einer herkömmlichen Granulier- und Kristallisiereinheit betrieben wird. Bei diesem Verfahren erfolgt die Kristallisation von PET unter Nutzung der latenten Wärmeenergie im Granulatkorn. Der Anlagenaufbau unterscheidet sich von einer herkömmlichen Polymerisations- bzw. Extrusionsanlage nicht. Der Unterschied liegt in der Abkühlung des Polymers nach dem Austritt aus der Extruderdüse.

Innerhalb der ersten zwei Sekunden nach Düsenaustritt verliert der Kunststoff 2/3 seiner Wärmeenergie, weshalb es wichtig ist, die Verweilzeit im Prozesswasser auf ein Minimum zu reduzieren, um später einen möglichst hohen Kristallisationsgrad zu ermöglichen. Die Anlage arbeitet daher in der Regel mit einer Unterwassergranuliereinheit. Die Granulatkörner müssen nach dem Austritt aus der Granulier- und Trocknungseinheit eine mittlere Temperatur von mehr als 135 °C haben, bevor sie auf die Kristallisationsrinne übergeben werden.