Am Messestand vom Spritzgießmaschinenhersteller Netstal werden auf der K im Oktober/November bei sehr hohem Output Bauteile für ein medizinisches Produkt hergestellt. Die Automation für diese Anlage kommt von Waldorf Technik. Da das Produkt immer gleich gefahren werden muss, darf bei Problemen im Spritzprozess keine einzelne Kavität abgeschaltet oder gestopft werden. Deshalb werden alle 96 Greifer zur Entnahme der Teile separat gesteuert, um flexibel auf eventuelle Probleme reagieren zu können. Muss im Rahmen der kontinuierlichen Qualitätsprüfung dennoch eine einzelne Kavität gesperrt werden, so läuft die gesamte Produktionszelle unverändert weiter, um die Balance des Mouldflow zu erhalten. Der Roboter schleust eventuell gesperrte Produkte kurzerhand aus. Dabei werden die 96 Teile nicht in einem gemeinsamen Schacht platziert, sondern gruppenweise in 16 Behältern angeordnet. Alle Gutteile werden verwendet, und selbst bei einem später auftretenden Mangel in der Lieferkette können die betroffenen Chargen leicht identifiziert und separiert werden. So bleibt der Lieferant immer lieferfähig.

K 2010: Halle 15, Stand D24 (Stand Netstal-Maschinen)