WÄRMESPEICHERGRANULATE In Kooperation mit Rubitherm, Berlin, hat das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung Granulate entwickelt, die in der Lage sind, Wärme gezielt mit hoher Kapazität zu speichern und im Bedarfsfall wieder abzugeben. Die Speicherkapazität beträgt bis zu 160 kJ/kg bei einer Temperaturdifferenz von 20 K. Dabei ist es gelungen, Wärmespeichergranulate mit unterschiedlichen Schaltpunkten zu entwickeln. Ihr Temperaturbereich erstreckt sich von 6 bis 80 °C. Das Hauptaugenmerk der Entwicklungspartner liegt zunächst darauf, die Granulate als Komponente von Solarthermieanlagen zu nutzen. Entsprechende Wärmespeicher verfügen über die zwei- bis dreifache Kapazität von Wasserspeichern. Das homogene Granulat ist sowohl von Wasser als auch von Luft umströmbar. Verbunden mit dem großen Temperaturbereich ergibt sich daraus eine Reihe von weiteren Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise als Kältespeicher in Klimatisierungsprozessen oder als Wärmespeicher in Transportboxen für heiße Speisen. In der Medizintechnik werden bereits Kissen verwendet, die über einen langen Zeitraum eine bestimmte therapeutische Temperatur zur Verfügung stellen.