RAPID MANUFACTURING Ein kurz vor dem Abschluss stehendes Forschungsprojekt ermöglicht dem Dienstleister rpm die wirtschaftliche Kleinserienfertigung medizintechnischer Teile in Stückzahlen bis 5000 pro Auftrag und Jahr. Das NylonMold-Verfahren, ein Polyamid-(PA-)Gießverfahren, das bisher vorrangig im Prototypenbau zum Einsatz kam, verzichtet auf Spritzgießwerkzeuge, funktioniert ohne Spritzgießmaschine und kommt ohne Kunststoffgranulat aus. Nach einigen Arbeitstagen hat der Auftraggeber erste Musterteile in der Hand. Das Verfahren liefert Bauteile aus PA 6, die eine hohe Kristallinität aufweisen und frei von Eigenspannungen sind. Charakteristisch für Guss-PA sind die hohe Duktilität bei gleichzeitig hoher Härte, der hohe abrasive Widerstand sowie das Dämpfungsvermögen. Hitzestabilisiertes Compound mit einem Glasfaseranteil von 30 % weist einen Zug-E-Modul von 7500 MPa und eine Charpy-Schlagzähigkeit von 26,2 kJ/m2 auf. Der Werkstoff ist zwischen –40 und 180 °C einsetzbar und chemisch beständig gegen Benzin, Kohlenwasserstoffe und Lösemittel sowie bedingt gegen Säuren und Laugen.