ADDITIVE Mit neuen Mikrogelen aus organischen Partikeln im Nanomaßstab lassen sich die Materialeigenschaften von Elastomeren und thermoplastischen Werkstoffen gezielt verbessern. Im Prinzip handelt es sich dabei um vorvernetzte Kautschukpartikel, die in einem patentierten Emulsionsverfahren hergestellt werden. Je nach gewünschter Anwendung resultieren dabei unterschiedliche Zustände, etwa in puncto Vernetzungsgrad (Glasübergangstemperatur) oder Polarität der Partikel. Mit Partikelgrößen zwischen 40 und 200 nm weist das Kautschukadditiv eine große spezifische Oberfläche auf, was zu einer verbesserten Verteilung und Anbindung des Füllstoffs Silica an die Polymermatrix führt.

Während der Lanxess-Geschäftsbereich Technical Rubber Products die Nanopartikel unter dem eingetragenen Warenzeichen Nanoprene vermarktet, bietet die Rhein Chemie Rheinau entsprechende Produkte unter dem Handelsnamen Micromorph an. Die Additive sind in üblichen Handelsformen wie Ballen, Granulaten, Pulvern, Pasten und Masterbatches lieferbar. Sie unterscheiden sich in Aussehen und Konsistenz kaum von vielen anderen Elastomeren und lassen sich in gewohnter Weise verarbeiten. Spezielle Verfahren sorgen dafür, dass sich die Partikel beim Anwender gut dispergieren lassen.