OBERFLÄCHENPRÜFUNG Tinten und Stifte zum Messen der Oberflächenspannung präsentiert Pillar Technologies auf der Fakuma. Die Oberflächenspannung wird üblicherweise in Energieeinheiten, genannt Dyn (mN), gemessen. Ein Dyn ist die Kraft die notwendig ist, um eine Masse von 1?g mit 1?cm/sek. zu beschleunigen. Das Dyn-Niveau eines Materials wird Oberflächenenergie genannt. Besitzt die Flüssigkeit nun ein Dyn-Niveau niedriger als die Oberflächenenergie des Materials, breitet sich die Flüssigkeit in einer gleichmäßigen nassen Schicht über die ganze Oberfläche aus. Ist das Dyn-Niveau der Tinte gleich oder höher als das Dyn-Niveau des Materials, bindet sich die Flüssigkeit und neigt dazu in Form von Tröpfchen zu verbleiben.  So binden sich Wassermoleküle bevorzugt untereinander anstatt an Niedrigenergieoberflächen, während Lösungsmittel sich leichter verbreiten und von Kunststofffilmoberflächen mit einer Oberflächenspannung von über 30?Dyn/cm angezogen werden. Für eine gute Bindungskraft beim Bedrucken soll die Oberflächenenergie des Polymers mindestens 10 Dyn höher sein als die Oberflächenspannung der Tinte. Die Dynniveauabmessung zeigt an, wie die Oberfläche vor dem Druck behandelt wurde. Bei einer richtigen Behandlung liegt die Tinte gleichmäßig in einer durchgezogenen Linie auf dem Material. Es gibt keine Tintenretikulation. Die Oberflächenspannung des Materials ist gleich oder höher als das Dyn-Niveau der Tinte. Bei unbehandelten Oberflächen bildet die Tinte netzartige Tröpfchen. Die Oberflächenspannung des Materials ist weit unter dem Dyn-Niveau der Tinte. Bei einer Teilbehandlung ist die Tintenlinie gut gezeichnet, es gibt aber eine Teilretikulation an den Rändern. Die Oberflächenspannung ist also kapp unter dem Dyn-Niveau der Tinte.