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Den Kern der Feder bilden mit Epoxidharz durchtränkte, verdrillte Glasfasern. Diese sind wenige Millimeter dick und mit weiteren Fasern umwickelt. Eine Maschine legt sie abwechselnd in +45-Grad- und -45-Grad-Winkel zur Längsrichtung herum. Diese Zug- und Drucklagen stützen sich gegenseitig, um die auf das Bauteil wirkenden Belastungen optimal aufzunehmen. Im letzten Produk­tionsschritt härtet der Rohling in einem Ofen bei Temperaturen von gut 100 °C aus.

Der Gesamtdurchmesser der GFK-Feder ist bei geringerer Windungsanzahl etwas größer als bei der Stahlvariante. Dennoch ist die GFK-Feder um gut 40 Prozent leichter. Während eine vergleichbare Stahlfeder knapp 2,7 kg wiegt, kommt die aus GFK bei gleichen Eigenschaften auf zirka 1,6 kg. Zusammengenommen senken die vier GFK-Federn des neuen A6 das Fahrzeuggewicht um rund 4,4 kg. Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung bei Audi, erläutert: „Mit den GFK-Federn sparen wir Gewicht an entscheidender Stelle im Fahrwerkssystem. Dadurch erhöhen wir zusätzlich die Fahrpräzision und verbessern den Schwingungskomfort.“

(dl)