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Grundsätzlich begrüße der Verband „Abkommen, die einen einfacheren und freieren Warenverkehr zwischen Staaten ermöglichen.“ Im Fall von TTIP und CETA folgen die Verhandlungen nach Ansicht des AMA aber „primär Interessen multinationaler Konzerne zum Nachteil der Bürger und der mittelständischen Wirtschaft.“ Insbesondere nicht akzeptabel sei die Verhandlung der Abkommen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des EU-Parlaments, die nur einige wenige Interessengruppen aus der Wirtschaft mit einbeziehen.

Der Verband fordert daher einen Abbruch der laufenden Verhandlungen zu TTIP und CETA und „einen Neubeginn von Verhandlungen zu Freihandelsabkommen, die transparent und unter Einbeziehung der gesamten Wirtschaft und Zivilgesellschaft erfolgen“.

VDMA: Maschinenbau bisher kaum berücksichtigt

Mit seiner Kritik an den Verhandlungen zu den Freihandelsabkommen steht der AMA-Fachverband Seit an Seit mit dem VDMA. Im März hatte sich auch der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer zum Thema TTIP geäußert und kritisierte ebenfalls die Ignoranz gegenüber der mittelständischen Wirtschaft: „Derzeit konzentrieren sich die Gespräche auf Branchen, bei denen sich beide Seiten schnelle Erfolge versprechen“, sagte Ulrich Ackermann, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft des VDMA. Er forderte dazu auf, in den Gesprächen die Interessen des vor allem mittelständisch geprägten Maschinenbaus stärker zu beachten: „Die Interessen des Maschinenbaus wurden bisher kaum berücksichtigt, obwohl 13 Prozent aller EU-Exporte in die USA aus dieser Branche kommen, mehr als bei der Automobilindustrie.“

Allerdings rief Ackermann auch zur Mäßigung auf: „Viele der derzeit geäußerten Bedenken stehen in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten, die ein Abkommen bietet. Zehntausende Arbeitsplätze können in Europa und den USA geschaffen werden. TTIP ist eine Chance, keine Gefahr.“

(dl/mf)