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Die Umfrage unter 600 IT-Entscheidern aus unterschiedlichen EU-Mitgliedsländern zeigt, dass im Durchschnitt jeder der mehr als 222.000 europäischen Mittelständler 43.138 EUR pro Jahr verschwendet. Über alle Unternehmen hinweg ergibt das eine Summe von 9,6 Milliarden EUR jährlich. Insgesamt schöpfen 88 Prozent der Organisationen ihre Investitionen in Unternehmens-Software nicht oder nur ungenügend aus.

Der unvollständige Software-Einsatz hat von Land zu Land verschiedene Gründe: Deutsche Firmen beklagen insbesondere die Überschneidung der Funktionen innerhalb der unterschiedlichen Software-Lösungen (35 Prozent). Im internationalen Durchschnitt führen die Befragten am häufigsten an, dass nicht alle Features von geschäftlichem Nutzen seien (36 Prozent). Ein Viertel (25 Prozent) aller Befragten gab mangelhaften Schulungen die Schuld.

Insgesamt zeigt die Studie auch Erfreuliches am IT-Horizont: Alle europäischen Länder messen den Erfolg ihrer Software-Einführungen. Dabei bilden die Verfügbarkeit des Services und die Auswirkungen des Einsatzes auf das Unternehmen die beiden wichtigsten Maßstäbe. Die Deutschen sind aber das Sorgenkind unter den befragten Mittelständlern: Mehr als jede zehnte Firma (12 Prozent) in der Bundesrepublik gab an, den Erfolg der eingeführten Technologie überhaupt nicht zu messen.

Ebenso zögerlich sind die deutschen Mittelständler laut der Studie bei Aktualisierungen: Nur jeder vierte deutsche Mittelständler (27 Prozent) kauft alle drei bis fünf Jahre Updates für seine Software. Dabei fällt die Bundesrepublik weit hinter dem europäischen Durchschnitt (43 Prozent) zurück. Nur belgische Firmen investieren noch seltener in regelmäßige Aktualisierungen (26 Prozent).

(dl)