VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley erklärte zur konjunkturellen Entwicklung der Branche: „Die Stimmung in den Unternehmen ist verhalten optimistisch. Dazu trägt vor allem die positive Entwicklung der Eurozone bei. Denn mit steigender Industrieproduktion in der EU steigt auch die Chemienachfrage bei unseren Kunden. Das macht uns für unseren wichtigsten Exportmarkt zuversichtlich. Schließlich erzielt die deutsche Chemie rund 70 Prozent des Auslandsgeschäftes in den europäischen Nachbarländern.“

Der VCI geht für 2014 weiterhin von einem Anstieg der Chemieproduktion um 2 Prozent aus. Bei leicht sinkenden Preisen (-0,5 Prozent) wird der Branchenumsatz voraussichtlich um 1,5 Prozent auf 193,5 Milliarden Euro steigen.

Die Chemieproduktion ging von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent zurück. Fein- und Spezialchemikalien verzeichneten eine starke Nachfrage: Ihre Produktion zog um mehr als 5 Prozent an. Im Vergleich zum Vorjahr erzielten die Chemieunternehmen im ersten Quartal 2014 ein kräftiges Produktionsplus von 4,2 Prozent.

Die Preise für Chemieprodukte blieben im ersten Quartal mit einem Minus von 0,1 Prozent nahezu stabil. Der Abwärtstrend der Vormonate scheint gestoppt. Gegenüber dem ersten Quartal 2013 waren Chemikalien 2,4 Prozent günstiger.

Während das Inlandsgeschäft gegenüber dem Vorquartal um 3 Prozent wuchs, sank der Auslandsumsatz um 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Branchenumsatz um 5 Prozent auf 46,8 Milliarden Euro.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der chemischen Industrie ist im ersten Quartal 2014 weiter gestiegen. Die Chemieunternehmen beschäftigten 440.000 Mitarbeiter. Das entspricht einem Zuwachs von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.