Nach der Begrüßung der Gäste und Referenten im Technikum von Wittmann Battenfeld in Meinerzhagen stellten Klaus Ehlig, Geschäftsführer in Meinerzhagen, und Andreas Hollweg, Vertriebsleiter für alle Produkte der Gruppe in Deutschland, die Wittmann Gruppe und ihr Maschinen-, Roboter- und Peripheriegeräteangebot vor.

Den ersten Fachvortrag hielt Dr.-Ing. Norbert Müller, Gründer und Inhaber der Firma Schaumform GmbH in Hutthurm. Dipl.-Ing. Mike Tromm vom Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel berichtete über seine Forschungsergebnisse mit dem „Pull and Foam“ Verfahren. Dipl.-Ing. Dieter Kremer, der gemeinsam mit weiteren Meinerzhagener Mitarbeitern die Fachtagung organisiert hat, stellte das von Wittmann Battenfeld entwickelte Cellmould-Verfahren zur physikalischen Begasung und die von hierfür eigengefertigte Anlagentechnik vor. Dag Hagby, geschäftsführender Gesellschafter der EBG Group und der Firma Schröder Kunststofftechnik in Kierspe, berichtete über seine Erfahrungen mit der Herstellung physikalisch geschäumter Formteile. Dipl.-Ing. Thomas Olschewski von der Lanxess Deutschland, Dormagen, stellte die mechanischen Eigenschaften physikalisch geschäumter Produkte vor.

Nach jedem Fachvortrag gab es ausreichend Möglichkeit für Diskussionen, die von den Teilnehmern intensiv genutzt wurde. Im Anschluss an die Vorträge konnten sich die Teilnehmer an 2 Maschinen von der Qualität der Cellmould-Teile in Produktion überzeugen. Auf der MacroPower 650/5100 wurde auf einem 4-fach-Werkzeug der Firma Schröder Kunststofftechnik eine Schlossanbindung aus PP-TV 20 gespritzt. Auf der HM 240/1330 wurde ein ähnliches dünnwandiges Teil in einem 2-fach-Werkzeug geschäumt. Die Dichtereduzierung der geschäumten Teile mit Wanddicken von 2 mm betrug bei beiden Produkten 9 %. Auf der EcoPower 180 wurde ein Sitzverstellbügel mit der Gasinjektionstechnik Airmould von Wittmann Battenfeld hergestellt. Alle Maschinen wurden über die Stickstoff- und Druckerzeugungseinheit SE-DE 32 versorgt.