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Die Presse mit einer Tischgröße von 2.800 mal 1.800 mm ermöglicht dem AZL das Erforschen und Entwickeln von Fertigungsverfahren, um Bauteile mit industrietypischen Abmessungen herzustellen. „Wir können zum Beispiel vollautomatisiert große Karosserieteile herstellen“, erklärt Dr. Michael Emonts, Geschäftsführer des AZL. „Die Composite-Presse ergänzt unsere Ausstattung auch dahingehend, gezielt Einzelprozesse zu durchgängigen Prozessketten verknüpfen zu können und dann die Teilsysteme entsprechend weiterzuentwickeln.“

Auch der Projektpartner Schuler sieht Vorteile in der Kooperation: „Unsere Kooperation auf dem Gebiet der Leichtbau-Produktionstechnik wird uns dabei helfen, Pressentechnik und Produktionsverfahren für moderne Leichtbauwerkstoffe weiterzuentwickeln,“ erläutert Joachin Beyer, Technik-Vorstand des Unternehmens.

Den Wissenschaftlern geht es im Bereich Leichtbau-Massenanwendungen, beispielsweise für den Automobil- oder Luftfahrtbereich, vor allem um die Produktivität: Zykluszeiten von zwei bis drei Minuten beim Resin-Transfer-Molding-Verfahren (RTM) oder unter einer Minute in der Thermoplast-Verarbeitung sind das Ziel.

Im AZL arbeiten über 750 Wissenschaftler entlang der  Wertschöpfungskette der Leichtbau-Produktion: von der Faser- über die Halbzeug- und Bauteilherstellung bis hin zur Nachbearbeitung, Qualitätssicherung und Produktionsplanung.

Schuler hat seinen Fokus für die Weiterentwicklung von Anlagen insbesondere auf die Bereiche Highspeed-RTM, Nasspressen und das Verarbeiten von Thermoplasten gelegt. Wissenschaftliches und praktisches Feedback aus dem AZL sollen dem Unternehmen helfen, die Lösungen für Kunden stetig zu verbessern.

(dl)