In welchem Umfang künftig Potenziale ausgeschöpft beziehungsweise Risiken für die Umwelt entstehen können, hängt außerdem von den Anwendungen ab, für die die Technologie zum Einsatz kommt

Dr. Hartmut Stahl, Experte für Stoffstrom-Analysen am Öko-Institut und Autor der Studie erläutert: „Trotz vieler erster praktischer Anwendungen mit der Technik sehen wir heute, dass sie noch in den Kinderschuhen steckt. Gerade bei der Bewertung des Umweltpotenzials für den Klima- und Ressourcenschutz sind noch viele Fragen offen.“ So seien ein geringerer Materialverbrauch sowie Einsparungen beim Energieaufwand denkbar. Jedoch nur, wenn gegenläufige Entwicklungen sie nicht  konterkarieren.

Würden beispielsweise zur Herstellung von Produkten, die vormals aus Holz oder anderen natürlichen Ressourcen bestanden, nun Kunststoffe eingesetzt, hätte dies nachteilige Auswirkungen auf die Umweltbilanz. Selbst wenn es Energieeinsparungen beim Transport oder der Lagerung konventioneller Erzeugnisse gäbe, könnte der höhere Energiebedarf, der zur Herstellung der Rohstoffe benötigt wird, zu einem insgesamt höheren ökologischen Fußabdruck führen.

Zudem sei es möglich, dass Konsumenten Produkte kürzer nutzen, wenn sie selbst immer wieder neue Varianten ausdrucken könnten. Dies hätte zur Folge, dass mehr Materialien verbraucht, statt Ressourcen gespart würden. Bei der Entsorgung der Produkte entstünden zudem hohe Anforderungen an das Recycling, insbesondere für komplexere 3D-Produkte, die verschiedene Materialien verbinden.

Nichtsdestotrotz erwarten die Autoren der Studie künftig Umweltvorteile durch Materialeinsparungen, bedingt durch das Design und eine ressourceneffiziente Herstellung der Produkte. So lassen sich zum Beispiel leichte Fertigungsteile beim Flugzeugbau hergestellen. Ihr Einsatz führte dann zu einem geringerem Treibstoffverbrauch.

(dl)