Außerdem erreichte das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 4 Prozent, was es fast ausschließlich auf höhere Absatzmengen zurückzuführt.

Das EBITDA vor Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 5 Prozent auf 858 Millionen Schweizer Franken (708 Millionen Euro), verglichen mit 817 Millionen Euro (knapp 674 Millionen Euro) im Vorjahr. Die dazugehörige EBITDA-Marge stieg auf 14,1 Prozent (gegenüber 13,5 Prozent im Geschäftsjahr 2012).

Einmaleffekte einschließlich Restrukturierungs-, Wertminderungs- und Transaktionskosten schlugen mit 104 Millionen Schweizer Franken (knapp 86 Millionen Euro) zu Buche. Diese Kosten entstanden 2013 vornehmlich im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung der Water-Treatment-Sparte und laufenden Schließungen kleinerer Standorte sowie dem Abschluss der Süd-Chemie Integration.

Der Anstieg des Nettoergebnisses um 59 prozent auf 323 Millionen Schweizer Franken (266 Millionen Euro) resulterte nach Ansicht des Unternehmens einerseits aus dem besseren operativen Ergebnis und andererseits aus geringeren Zinskosten nach der Rückzahlung und Umwandlung von zwei Anleihen in der ersten Jahreshälfte.

Umsatz nach Geschäftsbereichen

Alle Geschäftsbereiche mit Ausnahme von Catalysis & Energy erreichten ein Umsatzwachstum im einstelligen Bereich: Im Bereich Care Chemicals (+8 Prozent in Landeswährungen) verzeichneten sowohl Consumer Care als auch Industrial Applications ein Wachstum. Die Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich Natural Resources (+5 Prozent in Landeswährungen) trugen die Sparten Oil Services und Refinery Services. Im Geschäftsbereich Plastics & Coatings (+2 Prozent in Landeswährungen) leistete Pigments den größten Wachstumsbeitrag. Im Geschäftsbereich Catalysis & Energy ging der Umsatz um 2 Prozent zurück, da der Austauschzyklus in der Petrochemie im Jahr 2013 schwächer ausfiel und es Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten in Asien gab.

Umsatz nach Regionen

In Lateinamerika verzeichnete Clariant in Lokalwährungen mit 16 Prozent ein hohes Wachstum. Der Umsatz in Asien stieg in Lokalwährungen um 3 Prozent. Vor allem das Wachstum in China um 10 Prozent schob den Umsatz in dieser Region an. In Nordamerika führten die Belebung der Industrienachfrage und günstige Wetterbedingungen zu einem Umsatzplus von 6 Prozent in Lokalwährungen. Die stabile Entwicklung in Deutschland, das zweistellige Wachstum in Osteuropa und eine leichte Konjunkturerholung in den südeuropäischen Ländern ermöglichten dem Unternehmen in Europa ein Umsatzplus von 2 Prozent in Lokalwährungen. In der Region Naher Osten & Afrika nahm der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum in Lokalwährungen um 14 Prozent ab. Dieser Rückgang liegt laut dem Unternehmen am schwächeren Katalysatorengeschäft und den rückläufigen Umsatz in der Sparte Water Treatment und dem Geschäftsbereich Oil & Mining Services.

Geschäft im Jahr 2014

Für das aktuelle Jahr hat CEO Hariolf Kottmann große Zuversicht: „2014 wird ein Jahr des organischen Wachstums in den vier Geschäftsbereichen. Dadurch wollen wir uns unserem mittelfristigen Ziel annähern, Clariant in der Spitzengruppe der Spezialchemie-Unternehmen mit einer EBITDA-Marge zwischen 16 und 19 Prozent im Jahr 2015 und darüber hinaus zu positionieren.“

(dl)