Tragetaschen haben der Studie nach einen Anteil von drei Prozent am
Verbrauch von Kunststoffverpackungen oder 0,17 Prozent am Aufkommen
von Siedlungsabfällen. Damit, so die GVM, ist die Abfallrelevanz von
Tragetaschen in Deutschland begrenzt. Die Studie weist aus, dass 48 Prozent aller Tragetaschen wiederverwendbar sind und 72 Prozent der Endverbraucher die Tragetaschen mehrfach nutzen. Nur 11 Prozent der über den Einzelhandel verkauften Lebensmittel und Drogeriewaren (FMCG) werden von Endverbrauchern in erstmalig eingesetzten Kunststofftragetaschen nach Hause transportiert.

Von der EU vorgeschlagene Eingriffe wie ein Verbot von Kunststofftragetaschen mit einer Folienstärke unter 50Cm – darunter viele
zum Wiedergebrauch bestens geeignete Tragetaschen – sind laut der GVM-Studie nicht notwendig und auch nicht zielführend. Die Experten befürchten dann vielmehr das Ausweichen der Kunden auf Tragetaschen mit höherer Wandstärke. Auch spielen Kunststofftüten bei der Verschmutzung von Landschaften oder Gewässern kaum eine Rolle: 99 Prozent werden in
Deutschland verwertet. IK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Bruder: „Das
deutsche System der Erfassung und Verwertung von Verpackungen sorgt
dafür, dass Kunststofftragetaschen nicht in der Landschaft landen, sondern
geordnet werkstofflich und energetisch verwertet werden.

 

(ega)