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Die Studie vergleicht Einkaufstüten aus Papier, herkömmlichen Kunststoff (Polyethylen, PE), 25 Prozent recyceltem PE und eine Einkaufstüte aus biobasiertem und als kompostierbar zertifiziertem Kunststoff (PBAT/PLA). Der Fokus liegt dabei auf dem potenziellen doppelten Nutzen der Einkaufstüten in Regionen, die Bioabfälle separat sammeln und verwerten. Für die Studie wurden die Tüten daher mehrfach für Einkäufe genutzt und dann, in einem zweiten Schritt, für die Sammlung von Bioabfällen verwendet. Die Studie geht damit über einen einfachen Materialvergleich hinaus und berücksichtigt den Zusatznutzen von kompostierbaren Tüten, die eine zusätzliche Tüte für das Bioabfallsammeln ersetzen.

Die Ökobilanz stellte ökologische Vorteile der biobasierten und als kompostierbar zertifizierten Tüten im Vergleich zu Tüten aus Papier und konventionellem PE fest, etwa in den Kriterien Rohstoffverbrauch, Energieverbrauch und Emissionen.

Den geringsten Flächenbedarf wiesen die PE-Tüten auf, gefolgt von den kompostierbaren Kunststofftüten auf Basis konventionellem PBAT. Die Papiertüte beanspruchte den höchsten Flächenbedarf.

Darüber hinaus zeigte die Studie, dass die ökologischen Vorteile der kompostierbaren Tüten zunehmen, wenn sie für die getrennte Sammlung organischer Abfälle eingesetzt wird.

Die Studie wurde gemäß den Standards für Ökobilanzierung ISO 14040/14044 erstellt und von Dekra Consulting, dem Öko-Institut, dem Witzenhausen-Institut und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) geprüft.

(dl)