Bernd Nötel vom Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA hält den russischen Markt weiterhin für vielversprechend, auch wenn die Rubelschwäche ebenso wie die politischen Entwicklungen rund um Russland derzeit in manchen Bereichen zu einer verhaltenen Nachfrage führten: „Gespräche ziehen sich hin, manche Projekte werden aufgeschoben. In anderen Bereichen allerdings ist die Investitionsbereitschaft nach wie vor groß, Verträge werden abgeschlossen, deren Vorbereitungen zum Beispiel auf der K 2013 im Oktober in Düsseldorf begonnen haben“, führt Nötel aus. Die Unternehmen in den Bereichen Spritzgießen und Thermoformen machen gute Geschäfte in Russland. Auch Gummiverarbeitungsmaschinen sind nachgefragt.

Durch staatliche Förderprogramme steigen die Investitionen in der Kunststoffrohr-Herstellung sowie in der Produktion von Dämmstoffen. Außerdem entwickelt sich  Recycling langsam zum wichtigen Thema in Russland . „Bislang ist es zwar nur ein zartes Pflänzchen, aber es wächst die Erkenntnis, dass auch ein rohstoffreiches Land seine Ressourcen mit Bedacht einsetzen muss“, meint Nötel.

(dl)