Durch den Zusammenschluss bietet Renishaw neben den Laserschmelzanlagen zur Fertigung nun auch Konstruktions- und Simulationsdienstleistungen sowie eine Lohnfertigung lasergenerierter Prototypen und Serienteile aus metallischen Pulverwerkstoffen an. Renishaw ist ein weltweit operierendes Unternehmen in den Bereichen Messtechnik, Motion Control, Spektroskopie sowie Präzisionsbearbeitung und generativer Fertigung; das Unternehmen fertigt auch Spritzgießmaschinen (9 bis 20 t Schließkraft) für die Herstellung von kleinen Bauteilen und Mikroteilen.

Das Team und die Leistungsvielfalt der LBC wird für die Kunden in gewohnter Form bestehen bleiben und als neues Geschäftsfeld „LBC Engineering“ in die deutschen Renishaw-Tochtergesellschaft in Pliezhausen integriert. Rainer Lotz, Geschäftsführer der deutschen Renishaw-Tochtergesellschaft, sagt: „Mit LBC haben wir einen kompetenten Partner für unsere generative Fertigungsverfahren gewinnen können, der uns ermöglicht, unsere Laserschmelzanlagen in vielfältigen Anwendungsgebieten zu etablieren. Durch Unterstützung erfahrener Experten erhalten unsere Kunden nicht nur eine Fertigungsanlage, sondern einen vollständigen Entwicklungs- und Fertigungsprozess. Damit kann die neue Technologie einfacher und sehr viel kosteneffizienter integriert werden.“

LBC begann 2002 als Dienstleister für Laserbeschriftung sowie 3D-Lasergravur und ist ein Pionier auf dem Gebiet der generativen Fertigung metallischer Pulverwerkstoffe. Seither hat sich das Unternehmen vor allem auf die generative Fertigung konturnah temperierter Werkzeuge bzw. Werkzeugeinsätze in Spritzguss- und Druckgussanwendungen spezialisiert. Die individuelle Konstruktion und Simulation als wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit der lasergeschmolzenen Einsätze sind fester Bestandteil des Portfolios.

Grundlage für die Herstellung der Bauteile mit dem Laserschmelzverfahren sind 3D-CAD-Daten, die in Querschnitte umgerechnet werden. Daraus wird das Bauteil anschließend Schicht für Schicht aus dem gewünschten Material aufgebaut. Im Vergleich zum konventionellen „subtraktiven“ Fräs- oder Drehprozess ist eine nahezu unbegrenzte Geometrie realisierbar, insbesondere in sonst unzugänglichen Bereichen unterhalb von Werkstückoberflächen, um beispielsweise Kühlkanäle optimal und konturnah platzieren zu können.

Ralph Mayer und Marc Dimter, geschäftsführende Gesellschafter von LBC, sehen erhebliche Synergieeffekte für die generative Fertigung: „Durch den Zusammenschluss mit Renishaw können wir diese neue Technologie gemeinsam und zielgerecht weiter vorantreiben, um so den steigenden Kundenanforderungen nach stabilen Prozessen und einem industrietauglichen Einsatz der Fertigungsanlagen gerecht zu werden. Dafür bietet Renishaw ein umfangreiches technologisches Know-How und eine leistungsstarke Forschung und Entwicklung, von denen auch unsere bestehenden Kunden profitieren werden.“

Über Renishaw
Die britische Renishaw-Gruppe wurde 1973 in Gloucestershire gegründet. Das Unternehmen fertigt ein breites Spektrum von messtechnischen Komponenten (beispielsweise Messtaster und andere Sensoren), Messgeräten (beispielsweise Laser-Mess-Systeme, Laser-Interferometer, Raman-Spektrometer), Dental-Geräten wie Dental-CAD/CAM-Systeme ), sowie medizinisch-diagnostische Geräten (beispielsweise für Gastroenteritis). Das Unternehmen beschäftigt über 3.000 Mitarbeiter an mehr als 60 Standorten in 32 Ländern.

(dw)