„Aus den bislang gemachten Auditerfahrungen sind 10 % Energieeinsparungen bereits über einfache Maßnahmen, so zum Beispiel mit der Einführung eines Spitzenlastmanagements sowie Verhaltens- und Prozessänderungen ohne Probleme möglich“ informierte Schmitt die Teilnehmer. „Jedoch ist es wichtig, nicht nur sporadisch Aktivitäten durchzuführen, sondern Energiesparen mit System zu praktizieren“, so Schmitt weiter. Hierbei unterstützt die neue Energiemanagementsystem-Norm, die DIN EN ISO 50001, die Unternehmen. Mit ihrer Einführung in das Unternehmen wird der Energieverbrauch in systematischer Form analysiert, überwacht und reduziert. Schmitt informierte außerdem über den aktuellen Stand der Energiegesetzgebung, die die Einführung eines Energiemanagementsystems bis 2015 für die meisten Unternehmen als Grundlage für zukünftige Stromsteuerrückerstattungen vorsieht.

Bei der Analyse und Überwachung des Energieverbrauches kommen Energiemonitoringsysteme zum Einsatz. Hierzu zeigte Claus Schicks vom Ingenieurbüro Schicks anschauliche Praxisbeispiele aus kunststoffverarbeitenden Unternehmen und verdeutlichte den hohen Nutzen solcher System für die Prozessvisualisierung und Kostentransparenz im Unternehmen.

Andreas Gehring vom SKZ veranschaulichte die Zusammenhänge zwischen Mensch, Maschine, Prozess, Material und Energieverbrauch für die Kunststofffertigung. Es wurden hierbei zahlreiche praktische Einsparungsempfehlungen „aus praxisorientierter Kunststoffsicht“ für die anwesenden Firmen vermittelt. Die Umsetzung konnten die über 20 Teilnehmer des Energieinfotags anschließend anhand einer praktischen Vorführung einer energetischen Optimierung im Spritzgießprozess im Aus- und Weiterbildungstechnikum des SKZ erleben.

Das SKZ hofft, noch mehr Unternehmen der Kunststoffbranche mit dem Motto „Energiesparen macht Spaß“ begeistern zu können und wird deshalb den Energieinfotag noch zwei Mal in diesem Jahr stattfinden lassen. Die Termine sind: 27. Juni 2013 und 7. November 2013.

(dw)