Der für den Straßenverkehr zugelassene Sportwagen von RPx Automotive mit dem Codenamen RP-one ist Teil einer neuen Generation von Fahrzeugen, deren Leistung mehr auf das leichte Gewicht als auf die Motorleistungen zurückzuführen ist. Die maßgefertigte, aufgesetzte Karosserie des neuen Sportwagens, die nicht nur klassenführende Fahrzeugsteifigkeit sondern auch eine wichtige formgebende Funktion bietet, wurde unter Verwendung der Kohlefaserverbund-Technologien von Future Fibres entwickelt. Aufgrund des außergewöhnlichen Verhältnisses zwischen Festigkeit und Gewicht wiegt der zum Bau der Karosserie verwendete Kohlefaserverbundwerkstoff lediglich 35 kg und trägt wesentlich zum niedrigen Gewicht des RP-one mit nur 480 kg bei. Die komplette Karosseriekonstruktion, die das Armaturenbrett und Türmodul integriert, wiegt unter 55 kg.

Das bevorstehende Debüt des Sportwagens ist der Höhepunkt von fünf Jahren Arbeit mit Fokus auf fortschrittliche Materialien, Gewichtsreduktion und Fahrdynamik. Wegen der besonders leichten und aerodynamischen Konstruktion benötigt der RP-one keinen hoch belastbaren Antriebsstrang, um Hochleistungen zu erreichen. Eine Supersportwagen-Beschleunigung kann mit kleineren, wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Motoren erreicht werden. Der leichtgewichtige Aufbau des Sportwagens wird zudem als Grundlage für alternative Antriebe wie beispielsweise Elektromotoren dienen.

Peter Kent, Managing Director von RPx Automotive äußerte sich folgendermaßen: „Die Vorteile von Kohlefasertechnologien werden bereits in der Luftfahrt, Formel Eins und dem Jachtbau genutzt. In Zusammenarbeit mit Future Fibres und Persico werden wir nun die Leistung und Umweltvorteile von Kohlefaserverbundwerkstoffen in unseren RP-one Roadster integrieren. Unser Ziel ist eine Neudefinition der modernen Hochleistungssportwagen durch Integration von Motorsport-Technologien der nächsten Generation in einem für den Straßenverkehr zugelassenen Auto. Mit der Produktionsaufnahme setzen wir auch weiterhin auf Future Fibres und Persico aufgrund deren Expertenwissen und Kompetenzen im Bereich der Entwicklung von Werkzeugen und Prototypen sowie der Herstellung.“

Torbjörn Linderson, Product Manager von Future Fibres, sagte: „Unsere Zusammenarbeit mit Persico bei der Entwicklung des neuen RP-one Sportwagen demonstriert die Vorteile der Integration von Formenbau mit den Kapazitäten der Verbundwerkstoffherstellung. Unsere kombinierte Erfahrung im maritimen Sektor ermöglichte uns die Entwicklung eines kosteneffizienten Produktionsprozesses für ein hochpräzises Automobilteil mit geringem Volumen. Angesichts der Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen werden wir auch weiterhin in neue Anwendungsbereiche für unsere leichtgewichtigen Fasertechnologien expandieren.“

Zusätzlich zur Automobilindustrie hat Future Fibres seine Reichweite in andere, nicht-maritime Projekte im Bauwesen und im Militärsektor erweitert und erkundet derzeit weitere Sektoren wie Kräne, Hebezüge und Hebetechnik.

Über Future Fibres

Das spanische Unternehmen leistete vor fast zwei Jahrzehnten mit der Verwendung von endlosen unidirektionalen Verbundfasern in der Herstellung von Takelagen für Jachten Pionierarbeit und revolutionierte damit die Bauweise der Boote. Heute ist der Hersteller nach eigenen Angaben „der weltweit führende Anbieter von Masten und Takelagen aus Verbundwerkstoffen im Rennsport-, Kreuzfahrt- und Superjachtsektor“. Auf Grundlage seiner technischen Kompetenzen hat sich Future Fibres zudem zu einem anerkannten Experten für Verbundmaterialen entwickelt und ist in zahlreichen Industriezweigen tätig.Die aktuellen Projekte des Unternehmens umfassen Marine-, Motorsport-, Industrie- und technische Anwendungen. Mit der Entwicklung von Lösungen für herausfordernde Anwendungsbereiche für die Verbundwerkstoffe die noch nicht in Betracht gezogen wurden, will das Unternehmen die Nutzung von Verbundwerkstoffen verbreiten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Future Fibres ein Team aus Experten gebildet und eine hochmoderne Produktionsstätte mit einer soliden Forschungs- und Entwicklungsabteilung gebaut. Unterstützt wird das Unternehmen von Persico, einem führenden Anbieter von Spritzgusstechniken und Industriepartner von Future Fibres für hochwertige Baugruppen.

Über Persico
Persico wurde 1976 von Pierino Persico als eine Holzmodellbau-Werkstatt in Italien gegründet. In kurzer Zeit expandierte das Unternehmen in zwei Sektoren: zum einen in die Automobilbranche mit der Herstellung von Aluminium- und Stahlformen von Innenverkleidungen und Schall- und Wärmedämmung von Fahrzeugen und Industriefahrzeugen; und zum anderen in den Rotations-Modellbau mit der Herstellung von Rotationsformen aus Aluminium. Der Formenbauer entwickelte sich bald in beiden Bereichen zu einem führenden Unternehmen. Die Engineering Abteilung wurde eingerichtet, um umfassende Dienstleistungen anbieten zu können und mit dem Ziel, vollständige Automationen zu entwickeln. Anfangs nur im Bereich der Automobilindustrie, später kam dann auch die Rotation dazu. Die jüngste Abteilung, die nautische Abteilung, verfolgt die gleiche Firmenphilosophie einer umfassenden Dienstleistung und unterstützt, begleitet und verwirklicht nautische Projekte, vom Design bis hin zur Herstellung der Prototypen.

(dw)