Das Unternehmen werde sich in Zukunft verstärkt in Schwellenländern engagieren. Angesichts der schwächelnden Weltkonjunktur stellen die kommenden Monate eine große Herausforderung dar. Wichtig werden in Zukunft alle Fragen rund um das Thema Energie sein. In diesem Zusammenhang wies Heitmann auch auf das EEG hin und dessen Bedeutung für hiesige Unternehmen im globalen Wettbewerb. Lanxess werde substantielle Beiträge leisten, um die Energiewende zu stemmen. Dazu zählte Heitmann beispielsweise „grüne Reifen“, die eine Möglichkeit sind, den Energiebedarf von Automobilen ohne konstruktive Ändwerungen signifikant zu senken.

Für 2013 wird sich der Konzern verstärkt dem Thema Mobilität und Leichtbau widmen. „Lanxess liefert hochmoderne Hightech-Kunststoffe und innovative Kunststoff-Verbundmaterialien, die eines gemeinsam haben: Sie machen Autos leichter! Bauteile aus unseren Materialien wiegen bis zu 40 Prozent weniger als vergleichbare konventionelle Bauteile. Das zahlt sich aus. Denn weniger Gewicht bedeutet weniger Verbrauch und damit geringere CO2-Emissionen – und das alles bei verbesserter Sicherheit und sinkendem Rohstoffeinsatz,“ so Heitmann.

Neben der Parlamentarischen Staatssekretärin Katherina Reiche, die als Gastrednerin gekommen war, hatten über 250 Vertreter der Berliner Politikprominenz, sowie von Verbänden und aus der Wirtschaft die Einladung in die Akademie direkt am Brandenburger Tor angenommen. Reiche betonte in ihren Ausführungen die Bedeutung von effizienten Produkten und Verfahren hinsichtlich einer zunehmenden Ressourcenknappheit weltweit. Die Energiewende sei eine Chance und mit ihr gehe ein Strukturwandel einher. Aber dies müsse kosteneffizient gestaltet werden und so sei das EEG auf den Prüfstand zu stellen. Wir brauchen substantielle Vorschläge, um einerseits die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sicherzustellen und gleichzeitig den Weg hin zu erneuerbare Energien zu schaffen. Dazu müsse man sich auf europäischer Ebene besser abstimmen, die Fördersysteme sollten kompatibel werden.