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Unter der Leitung von Prof. Ansgar Jaeger, Hochschule für angewandte Wissenschaften, Würzburg wurde ein ausführlicher Blick auf die aktuelle Situation der Branche geworfen.

Kunststoffe in Zukunftstechnologien

In seinem Einführungsvortrag konnte Herr Dr. Gontermann vom ZVEI dabei die besondere Bedeutung der Branche mit einem Umsatzanteil in Deutschland von weit über 100 Milliarden Euro klar hervorheben. Besonders erfreulich ist es, wie Gontermann beschrieb, dass in der E&E-Branche trotz der erheblichen Umsatzeinbrüche auch in den Krisenzeiten nur wenige Mitarbeiter abgebaut werden mussten. In einem weiteren Marktbeitrag konnte Dr. Sartorius von PlasticsEurope die Marktsicht durch eine konkrete Betrachtung der Entwicklungen in der Kunststoffverarbeitung für die Branche diskutieren. Er hob in seinem Beitrag vor allem hervor, dass die Kunststoffe auch in den Zukunftstechnologien, wie der E-Mobility und den erneuerbaren Energien bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Realisierung liefern.

Entwicklung neuer Flammschutzmittel

In der Folge konnten in Fachvorträgen die unterschiedlichen technischen Aspekte der E&E-Branche erörtert werden. In diesem Jahr wurden diese Beiträge geclustert und damit die Fragestellungen der Branche auch für die Diskussionen zusammen gefasst. Eine für die Kunststoffverarbeiter in der Branche besonders wichtige Frage ist die Entwicklung neuer Werkstoffe insbesondere in Hinblick auf die halogenfreien Flammschutzmittel. Dr. Jochen Endtner konnte hierzu in seinem Beitrag einen neuen Werkstoff vorstellen und mit den Teilnehmern die Möglichkeiten und Grenzen diskutieren.

Physikalisches Schäumen

In einer weiteren Vortragsgruppe wurden Verfahrenstechniken in Hinblick auf die Anwendungen in der Elektrik und Elektronik angesprochen. Besonders die Technologie des physikalischen Schäumens scheint in der Branche noch nicht angekommen und noch erhebliche Potentiale zu bieten. Vor allem die Möglichkeiten zur Verbesserung der Maßhaltigkeit und zur Verzugskontrolle, hob Herr Heitkamp in seinem Beitrag hervorhob.

Kunststoffe helfen Energie zu sparen

Nachdem auch einige Anwender über Ihre Produkte und die damit verbundenen Entwicklungsprojekt berichten konnten, wurde der zweite Tag mit einem Blick in die Zukunft beendet. Neben Kunststoffanwendungen in der Photovoltaik wurde auch ein Blick auf die Kunststoffe in der E-Mobility geworfen. In diesem Zusammenhang konnte dann auch Herr Prof. Dr. Fischedick mit den Zuhörern die Auswirkungen des neuen Energiekonzepts der Bundesregierung diskutieren. Er zeigt in seinem Beitrag sehr deutlich auf, dass die Energiewende langfristig betrachtet ein enormes Einsparpotential ermöglicht, aber die beschlossenen Maßnahmen zur Realisierung der Ziel noch nicht ausreichend sind.