Basierend auf der repräsentativen monatlichen Erhebung des VDMA, Frankfurt/M., haben die Mitgliedsunternehmen das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von 17 % abgeschlossen. „Der Erholungsprozess war so kräftig, dass das Umsatzwachstum am Ende des Jahres noch über dem prognostizierten Zuwachs lag“, berichtet Ulrich Reifenhäuser und erinnert an die zur K 2010 von 10 auf 15 % angehobene Vorhersage.

Die Umsätze mit Kunden im Inland stiegen um 10 %, bei den Auslandsgeschäften insgesamt betrug der Zuwachs 19 %; mit den Ländern des Euro-Währungsverbunds wurden um 9 % höhere Umsätze getätigt als im Vorjahr.

Der Kunststoff- und Gummimaschinenbau zählt aktuell zu den wachstumsstärksten Fachzweigen des deutschen Maschinenbaus. Der Produktionswert im Kernmaschinenbau wird voraussichtlich auf rund 4,5 Mrd. Euro ansteigen. „Wir sind sehr erleichtert über den Verlauf des vergangenen Jahres“, fasst Reifenhäuser zusammen, „wir sehen aber auch, dass die Branche trotz dieses sehr erfreulichen Zuwachses immer noch erheblich unter dem Rekordwert in 2008 (5,6 Mrd. Euro) liegt.“

Der Auftragseingang hat Monat für Monat stark zugenommen; für das Gesamtjahr lagen die Bestellungen um 75 % über denen des Vorjahres. Zuletzt brachte die K noch einen kräftigen Schub. Der Auslastungsgrad der Branche legte erkennbar zu, die Auftragsbücher sind voll. Die hohen Auftragsbestände decken einen Teil des laufenden Jahres ab, viele Unternehmen sind weit ins Jahr 2011 hinein ausgelastet.

Die Lieferungen von deutschen Kunststoff- und Gummimaschinen ins Ausland zogen während des gesamten Jahres an, von der Jahresmitte an errechneten sich erstmals wieder positive Zuwachsraten. Hauptabsatzmarkt war erneut China, die USA folgen mit großem Abstand, Indien liegt auf dem dritten Platz. „Trotz seiner hohen Zuwachsraten bleibt der Fachzweig auch beim Export noch weit hinter den Rekordwerten aus 2008 zurück“, schränkt Reifenhäuser ein.