„Diese Erholung fiel weit besser aus, als die Branchenvertreter sich dies vor Jahresfrist vorstellen konnten“ sagte Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK), „insbesondere die positive Entwicklung im zweiten Halbjahr 2010 hat viele Marktteilnehmer überrascht. Die zur Jahresmitte abgegebenen, eher zurückhaltenden Einschätzungen wurden von der Realität überholt.“

Die Branche – sie repräsentiert etwa 7100 Unternehmen mit rund 415000 Beschäftigten und einen Umsatz von etwa 95 Mrd. Euro in 2010 – sieht Deutschland als Technologiestandort gut gerüstet. Infrastruktur und Rahmenbedingungen tragen dazu bei, dass die hiesige Industrie Lokomotive der Branche in Europa ist und sich gut im weltweiten Wettbewerb positioniert hat.

„Die deutsche Kunststoffindustrie kommt gestärkt aus der Krise und stellt sich optimistisch dem globalen Wettbewerb“ fasst Reifenhäuser das Ergebnis eines Treffens des WVK-Vorstands zusammen. „Ein Teil der Branchenfirmen hat das Vorkrisenniveau unerwartet schnell wieder erreicht, in Einzelfällen sogar überschritten. Bei vielen Unternehmen der Kunststoffindustrie sind die Auftragsbücher voll, Produktion und Beschäftigung für die kommenden Wochen und Monate gesichert“. In allen Teilsegmenten der Branche wird investiert, durchaus mit Fokus auf der Schaffung neuer Kapazitäten. Zu Beginn des Jahres durchgeführte Befragungen zeigen viel Optimismus.

Träger der WVK sind PlasticsEurope Deutschland, der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA und die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung.