Projekte, die infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gestoppt worden waren, werden wieder aufgenommen, neue Aufgaben begonnen. Nach wie vor besteht im Land erheblicher Investitionsbedarf; vor allem in den Bereichen Verpackung und Medizintechnik werden die Produktionskapazitäten erweitert und modernisiert. Dem Gesundheits- und Pharmasektor kommt dabei eine verstärkte Förderung seitens der russischen Regierung zugute. Aber auch der Infrastrukturbereich gilt als attraktiver Wachstumsmarkt, ebenso holen die Konsumgüter- und die Automobilindustrie auf.

Die positive Marktentwicklung prägte das Geschehen bei der Interplastica 2011, Internationale Fachausstellung Kunststoffe & Kautschuk. Die Stimmung unter den Ausstellern war angesichts der vielen Kundenkontakte ausgesprochen gut, schon während der vier Messetage vom 25. bis 28. Januar kam es zu etlichen Vertragsabschlüssen. 20000 Fachbesucher aus der gesamten Russischen Föderation und vielen Nachbarstaaten reisten zur Interplastica und der gleichzeitig stattfindenden Verpackungs-Fachmesse Upakovka/Upak Italia nach Moskau. 890 Aussteller zeigten zu beiden Veranstaltungen ihr Angebot auf einer Nettofläche von mehr als 17000 m2.

Die europäischen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen profitieren vom Aufschwung des russischen Marktes, die deutschen Anbieter sind nach wie vor wichtigste Lieferanten vor den italienischen Maschinenbauern. Infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise war die Nachfrage stark eingebrochen, seit dem 3. Quartal 2010, in dem der Maschinenexport von Deutschland nach Russland um 41 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen war, ist eine anhaltende Besserung zu spüren. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen im Wert von 76,6 Mio. Euro nach Russland exportiert.

Die Messe wurde bereits zum 14. Mal im Moskauer Messegelände Krasnya Presnya von der Messe Düsseldorf und ihrer Tochtergesellschaft OOO Messe Düsseldorf Moskau veranstaltet. Die Aussteller stammten aus 28 Ländern, Beteiligungen mit offizieller Förderung gab es aus China, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Taiwan und der Türkei. Russische, deutsche und italienische Anbieter stellten die größten Ausstellerkontingente.

Die nächste Interplastica wird Anfang 2012 in Moskau stattfinden, wieder parallel zur Upakovka/Upak Italia.